Lebenswege
Judith Hoerschs Schreibstil hat mich sofort in den Bann gezogen. Die Lebenswelten der Protagonistinnen sprachen mich unwahrscheinlich an. Marie ist in ihrer kleinen Welt gefangen, von der eigenen Mutter abgeschoben und mit Scheuklappen vor den Augen, jung, unerfahren. Hinzu kommt die gutmütige Gabriele, die alles richtig machen möchte und am Ende so leidet sowie zwei Töchter, die in ihrem Leben an ihre Grenzen gehen und viele Fragen haben.
Judith Hoersch stellt Frauen in den Vordergrund, trotzdem ziehen die Männer an den Fäden des Lebens und sind dominant dargestellt.
Anfangs fiel es mir schwer, die vielen Informationen zu ordnen und den Erzählstrang zu erfassen. Aber mit jedem Kapitel, mit jedem Zeitensprung wurde die Geschichte spannender und fassbarer. "Niemands Töchter" hat mich stark berührt und oft zum Nachdenken über meine eigenen familiären Beziehungen gebracht. Mir gefiel die mundartliche Färbung im Text, das Anfügen einer Playliste zur Handlung.
Das Buch ist lesenswert und eine Empfehlung für Liebhaber von historischen und familiären Geschichten.
Judith Hoersch stellt Frauen in den Vordergrund, trotzdem ziehen die Männer an den Fäden des Lebens und sind dominant dargestellt.
Anfangs fiel es mir schwer, die vielen Informationen zu ordnen und den Erzählstrang zu erfassen. Aber mit jedem Kapitel, mit jedem Zeitensprung wurde die Geschichte spannender und fassbarer. "Niemands Töchter" hat mich stark berührt und oft zum Nachdenken über meine eigenen familiären Beziehungen gebracht. Mir gefiel die mundartliche Färbung im Text, das Anfügen einer Playliste zur Handlung.
Das Buch ist lesenswert und eine Empfehlung für Liebhaber von historischen und familiären Geschichten.