Leerstellen
Judith Hoersch legt mit „Niemands Töchter“ ein einfühlsames, atmosphärisch dichtes Debüt vor. Der Roman verwebt die Lebensgeschichten von vier Frauen: Marie, Gabriele, Alma und Isabell, und umspannt mehrere Jahrzehnte. Schauplätze sind Berlin und die Eifel. Jede von den Frauen trägt ihre eigenen Wunden, Geheimnisse und Sehnsüchte in sich, und doch sind ihre Schicksale unsichtbar miteinander verbunden.
Alma wächst in den Achtzigerjahren in der Eifel auf. Sie fühlt sich fremd in ihrer Familie. Instinktiv fühlt sie, dass man ihr etwas verschweigt. Zu einer anderen Zeit, 2019 in Berlin: Isabell, junge Mutter und ehemalige Balletttänzerin, vermisst ihre Mutter. Sie war noch ein Kind als ihre Mutter starb. Diese Leerstelle hat ihre Vergangenheit geprägt, und beeinflusst noch immer ihre Gegenwart.
Wie bei einem Puzzle erkennen wir nach und nach das Gesamtbild. Die Autorin schreibt zum Teil in einer sehr poetischen Sprache. Manche Sätze habe ich mir auf der Zunge zergehen lassen wie leckere Eiscreme. Besonders die Liebesgeschichte zwischen Marie und Leonhard hat mich tief berührt. Ich mochte Marie, die Momentesammlerin. Wunderschön wie sie Leonhard beschreibt. Darin konnte ich mich finden. Seine zärtlichen braunen Augen, die so besonders sind, sein warmes Lachen. Für Marie war Leonhard der schönste Mann der Welt.
Es geht in diesem Roman um Identitätssuche, familiäre Prägungen und nicht zuletzt um das verhängnisvolle Schweigen in Familien, aber auch um die Suche nach dem persönlichen Glück und Heilung.
Ein wunderschönes und so wahres Zitat möchte ich herausgreifen: Manchmal ist man mitten drin in seinem eigenen Glücksfilm und merkt es nicht mal.
Fazit: Ein Buch das zum Nachdenken anregt und noch lange nachhallt.
Alma wächst in den Achtzigerjahren in der Eifel auf. Sie fühlt sich fremd in ihrer Familie. Instinktiv fühlt sie, dass man ihr etwas verschweigt. Zu einer anderen Zeit, 2019 in Berlin: Isabell, junge Mutter und ehemalige Balletttänzerin, vermisst ihre Mutter. Sie war noch ein Kind als ihre Mutter starb. Diese Leerstelle hat ihre Vergangenheit geprägt, und beeinflusst noch immer ihre Gegenwart.
Wie bei einem Puzzle erkennen wir nach und nach das Gesamtbild. Die Autorin schreibt zum Teil in einer sehr poetischen Sprache. Manche Sätze habe ich mir auf der Zunge zergehen lassen wie leckere Eiscreme. Besonders die Liebesgeschichte zwischen Marie und Leonhard hat mich tief berührt. Ich mochte Marie, die Momentesammlerin. Wunderschön wie sie Leonhard beschreibt. Darin konnte ich mich finden. Seine zärtlichen braunen Augen, die so besonders sind, sein warmes Lachen. Für Marie war Leonhard der schönste Mann der Welt.
Es geht in diesem Roman um Identitätssuche, familiäre Prägungen und nicht zuletzt um das verhängnisvolle Schweigen in Familien, aber auch um die Suche nach dem persönlichen Glück und Heilung.
Ein wunderschönes und so wahres Zitat möchte ich herausgreifen: Manchmal ist man mitten drin in seinem eigenen Glücksfilm und merkt es nicht mal.
Fazit: Ein Buch das zum Nachdenken anregt und noch lange nachhallt.