Mütter und Töchter

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marie aus e Avatar

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Ich habe die Hörspiel-Variante genossen und das Verb trifft es wirklich. Jede Stunde und Minute der 11 Stunden 15 war der pure Hörgenuss.
Gesprochen wurde es von der Autorin persönlich, das ist ja immer ein kleines Wagnis. Hier klingt es aber so, als ob Judith Hoersch ihr Leben lang nichts anderes gemacht hat. Super!

Nun zur Handlung. Es geht um zwei Frauen - nein, das stimmt so nicht ganz, es geht um vier Frauen oder sogar um fünf,

Da ist einmal Alma, aufgewachsen in einer Bäckerei mit Mutter und Großeltern, wo Arbeit und Pflichtbewusstsein das Leben dominieren.
Alma fühlt sich nie richtig.

Dann gibt es noch Isabell, die ihre Mutter so sehr vermisst und anhand alter Fotos die Vergangenheit versucht zu rekonstruieren.

Die Wege der beiden Frauen kreuzen sich erst spät in der Geschichte und diese entfaltet eine fesselnde Erzählung über Mutter-Tochter-Beziehungen, Verlust, der Prägung durch die Familie und der Notwendigkeit, familiäre Wunden zu heilen.

Das klingt jetzt so 0815 und schon tausendfach gelesen - die Umsetzung hier hat mich aber völlig gefesselt und ist Besonders.
Gleich zu Jahresanfang ein echtes Lese- (vielmehr Hör-)Highlight, das Jahr 2026 ist literarisch vielversprechend.