Ungewöhnlicher Plot - einfühlsam erzählt!
Marie, die sich, noch sehr jung, auf einem Berliner Flohmarkt eine Polaroidkamera kauft, dokumentiert mit den Schnappschüssen die Wichtigkeiten ihres Lebens. So sind die Fotos noch später Anhaltspunkte für ihre Tochter, die versucht, ihre Mutter zu erfassen. Denn die Tochter erkennt dunkle Flecken in der Vergangenheit ihrer Mutter Marie, die auf sie selbst Einfluss genommen haben. Über einen Psychologen will sie Klarheit finden, sich selbst verstehen. Dann gibt es noch Gabriele, die aus der Großstadt Berlin zurück in die väterliche Bäckerei in ihren Heimatort zurückkehrt und sich dort behauptet.
Die Geschichte beginnt 1981, und setzt sich fort bis zum Jahr 2022.
Gabriele und Marie werden Töchter haben, Alma und Isabell. Die Verknüpfungen dieser vier Frauen erfüllen den Roman.
Die Töchter Isabell und Alma zeigen Mut und Stärke und Durchhaltevermögen in ihrem gewählten Leben, erreichen besondere Leistungen in ihrem Beruf – doch die Frage nach der Herkunft und dem inneren Frieden ist die treibende Kraft, deren Frage sie sich stellen wollen. Das Verschweigen von Wahrheiten, das die Mütter quälte, lässt in den Töchtern eine Leere zurück. Die Verhältnisse werden durch die Lügen schwierig. Neue erfundene Geschichten können dies nicht deckeln, so dass sich die Wahrheit letztendlich ihren Weg bahnt und, natürlich, zu Konsequenzen führt.
Große Fragestellungen werden aufgeworfen: Wie geht man mit sich um, was bedeutet Heimat, was trägt man von der Mutter mit sich, welche Last ist geerbt, wie beeinflusst das den eigenen Lebensweg. Und wichtig: Welchen Sorgen sind Mütter physisch, psychisch und gesellschaftlich unterworfen und welche Entscheidungen treffen sie. Dafür sehr passend am Anfang der Songtext von Christina Perris Lied „Mothers“, eine Hommage an Mütter in schwierigen Lebenslagen.
Der Roman hält einen ungewöhnlichen Plot bereit, der mitreißt und gute Unterhaltung auch durch dessen Kuriosität erzeugt. Eine phantasievolle Geschichte, die dorthin zurückgeht, wo sie angefangen hat. Die wechselnden Perspektiven und Zeitabschnitte sind anregend und erschließen nach und nach die Lücken – so entsteht ein spannendes Puzzle. Jeder Lebensabschnitt der Frauen ist sensibel erzählt und nachvollziehbar, ebenso die Gefühlswelten der Frauen, die sie während ihres Lebenswegs auch in enttäuschende Situationen bringen. Eine trotz aller Widrigkeiten positive Geschichte, die allen Frauen Mut machen kann, weil die weiblichen Protagonistinnen hier durch die Autorin sensibel und verständnisvoll wahrgenommen werden in ihrem Dasein. Dieser anregende Erstlingsroman von Judith Hoersch hat mich sehr gut unterhalten.
Die Geschichte beginnt 1981, und setzt sich fort bis zum Jahr 2022.
Gabriele und Marie werden Töchter haben, Alma und Isabell. Die Verknüpfungen dieser vier Frauen erfüllen den Roman.
Die Töchter Isabell und Alma zeigen Mut und Stärke und Durchhaltevermögen in ihrem gewählten Leben, erreichen besondere Leistungen in ihrem Beruf – doch die Frage nach der Herkunft und dem inneren Frieden ist die treibende Kraft, deren Frage sie sich stellen wollen. Das Verschweigen von Wahrheiten, das die Mütter quälte, lässt in den Töchtern eine Leere zurück. Die Verhältnisse werden durch die Lügen schwierig. Neue erfundene Geschichten können dies nicht deckeln, so dass sich die Wahrheit letztendlich ihren Weg bahnt und, natürlich, zu Konsequenzen führt.
Große Fragestellungen werden aufgeworfen: Wie geht man mit sich um, was bedeutet Heimat, was trägt man von der Mutter mit sich, welche Last ist geerbt, wie beeinflusst das den eigenen Lebensweg. Und wichtig: Welchen Sorgen sind Mütter physisch, psychisch und gesellschaftlich unterworfen und welche Entscheidungen treffen sie. Dafür sehr passend am Anfang der Songtext von Christina Perris Lied „Mothers“, eine Hommage an Mütter in schwierigen Lebenslagen.
Der Roman hält einen ungewöhnlichen Plot bereit, der mitreißt und gute Unterhaltung auch durch dessen Kuriosität erzeugt. Eine phantasievolle Geschichte, die dorthin zurückgeht, wo sie angefangen hat. Die wechselnden Perspektiven und Zeitabschnitte sind anregend und erschließen nach und nach die Lücken – so entsteht ein spannendes Puzzle. Jeder Lebensabschnitt der Frauen ist sensibel erzählt und nachvollziehbar, ebenso die Gefühlswelten der Frauen, die sie während ihres Lebenswegs auch in enttäuschende Situationen bringen. Eine trotz aller Widrigkeiten positive Geschichte, die allen Frauen Mut machen kann, weil die weiblichen Protagonistinnen hier durch die Autorin sensibel und verständnisvoll wahrgenommen werden in ihrem Dasein. Dieser anregende Erstlingsroman von Judith Hoersch hat mich sehr gut unterhalten.