Vier Frauen, viele Wege

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kat.d. Avatar

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Niemands Töchter erzählt von vier Frauen, deren Leben zunächst nichts miteinander zu tun haben. Erst mit der Zeit zeigt sich, wie ihre Geschichten verbunden sind und welche Rolle Herkunft, Mutterschaft und Entscheidungen dabei spielen.

Die Autorin springt zwischen Figuren und Zeitabschnitten. Dadurch entsteht nach und nach ein Gesamtbild, das emotional nah ist, aber Aufmerksamkeit verlangt. Manchmal braucht es einen Moment, um wieder einzuordnen, wo man sich gerade befindet. Die Figuren wirken dabei glaubwürdig und bleiben im Gedächtnis, gerade weil ihre Lebenswege nicht glatt erzählt werden.

Für mich ist das ein ruhiger, eindringlicher Roman, der weniger auf Handlung setzt als auf Entwicklung. Kein Buch für zwischendurch, aber eines, das sich lohnt, wenn man sich darauf einlässt. Eines, das noch eine Weile in einem nachklingt.