Vier Leben

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petra-silie Avatar

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Judith Hoersch erzählt in ihrem Roman "Niemands Töchter" das Leben von Marie, Gabriele, Alma und Isabell.
Es hat bei mir etwas gedauert bis ich dahinter kam, in welcher Beziehung sie zueinander stehen.
Der Einstieg hat etwas Geduld gefordert, aber diese Geduld wurde belohnt.
Die Autorin erzählt ihre Geschichte aus der Sicht der einzelnen Frauenfiguren in unterschiedlichen Zeitebenen. Das hat mich anfangs etwas verwirrt, aber sobald ich den Erzählrhythmus gefunden hatte, war es ein großes Lesevergnügen.
Es ist ein Roman, der sich langsam öffnet, aber dann umso nachhaltiger wirkt. Nach dem etwas sperrigen Einstieg entfaltet Judith Hoersch eine feinfühlige, atmosphärische Geschichte, die mit jeder Seite an Tiefe gewinnt. Die Frauen sind mir zunehmend ans Herz gewachsen und ich habe habe mit ihnen gelitten und gelacht.
Das Dranbleiben hat sich auf jeden Fall gelohnt. Leseempfehlung!