Vier Schicksale
Der Debütroman "Niemands Töchter" von der Autorin Judith Hoersch ist sehr gelungen und fällt schon durch sein ins Auge fallendes Buchcover mit dem Porträt einer jungen Frau auf. In dem berührend geschriebenen Roman geht es um die beiden jungen Frauen Alma und Isabell, sowie Marie und Gabriele, ihren Müttern. Alma und Isabell sind Halbschwestern, die lange nichts voneinander gewusst haben. Marie hat Alma im Alter von 16 Jahren zur Welt gbracht und zur Adoption durch Gabriele freigegeben.Sie wächst behütet auf dem Land auf, ahnt aber schon immer, dass Gabriele nicht ihre Mutter ist, da die beiden viel zu unterschiedlich sind. Marie bekommt 8 Jahre später erneut eine Tochter, Isabell und wohnt zusammen mit ihr und ihrem Mann in Berlin. Judith Hoersch beschreibt das Leben ihrer vier Protagonistinnen lebendig und jeweils aus deren Sichtweise. Durch diese Art der Erzählung konnte ich ihre jeweiligen Handlungen gut verstehen und ihre innerliche Zerrissenheiten kamen gut zur Geltung.