Von Müttern und Töchtern

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ullap64 Avatar

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Wir lesen die Geschichte von Marie und Gabriele - zwei Mütter - sowie Isabell und Alma - zwei Töchter. Die Handlung zieht sich von den 1980er Jahren bis in die Gegenwart und wird in angenehm kurzen Kapiteln abwechselnd aus der Sicht einer der Protagonistinnen erzählt.
Man ahnt schon teilweise, wie die Schicksale der vier Frauen zusammenhängen, die Entwicklung dazu und eine Überlegung, ob und wie sich insbesondere die beiden jungen Frauen einmal begegnen werden, fand ich sehr spannend und treffend beschrieben. Es gibt Zeitsprünge bei den einzelnen Kapiteln, die einem immer wieder die ein oder andere Erklärung abgeben und mit denen ich gut zurechtgekommen bin, nachdem ich mir dann immer mal wieder das jeweilige Alter der Frauen vor Augen gehalten habe.
Der sehr klare und flüssige Schreibstil und die anschauliche Beschreibung der vier Frauen mit ihren Wünschen, Träumen und Gedanken hat mich tief in die Geschichte hineingezogen. Alle hatten es auf ihre Art nicht einfach im Leben, vor allem hatten alle vier ein nicht einfaches oder gar kein Verhältnis zu ihren Müttern, so dass ich überwiegend Verständnis für ihr jeweiligen Handeln aufbringen konnte.
Der Autorin ist hier eine tolle und einfühlsame Geschichte gelungen, die ich für alles Lesegenerationen empfehlen kann!