Was macht eine Mutter zur Mutter?

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nessaja Avatar

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Niemands Töchter

Alma und Isabel wachsen mit dem Gefühl auf, dass das Mutter-Tochter Verhältnis nicht so ist, wie es eigentlich sein sollte. Aber wann ist die Beziehung zwischen Mutter und Tochter denn „richtig“?
Geschrieben wurde das Buch von Judith Hoersch, einer bekannten Schauspielerin. Dies ist ihr Debütroman.
Erschienen ist der Roman bei Piper. Er umfasst 375 Seiten und ist eingeteilt in kurze Einheiten. Abwechselnd wird die Geschichte der vier Frauen erzählt. Dabei wird zwischen den verschiedenen Zeitebenen und verschiedenen Settings gewechselt.
Mit den raschen Wechseln tat ich mir am Anfang sehr schwer. Mich hat es die volle Konzentration erfordert, die vier Frauen mit ihren Geschichten und die Beziehungen zueinander zuzuordnen. Im Laufe der Lektüre hatte ich die dann aber sortiert und das Lesen wurde deutlich einfacher.
Die Art wie Judith Hoersch ihre Geschichte erzählt, hat mir von Anfang an gut gefallen. Ich finde den Stil sehr angenehm zu lesen und mir hat die Ruhe gefallen, mit der ich durch die Geschichte geführt wurde. Stück für Stück habe ich Informationen bekommen, um mir die Zusammenhänge zusammen zu puzzeln. Rein „handwerklich“ schon wirklich schön gemacht.
Auch Berlin als Setting, erst geteilt, dann vereint und die vielen zeitgeschichtlichen Einflüsse fand ich extrem bereichernd.
Auch die Charaktere haben echten Liebhabewert. Ach schade, dass ich mich jetzt von ihnen verabschieden muss.
Das Thema Mütter und Töchter findet man ja schon in diversen Büchern und dennoch ist es hier wieder neu und macht nachdenklich. Wann ist eine Mutter eine Mutter? Und was ist eine Mutter bereit aus Liebe zu tun? Das Buch hallt in mir nach. Ganz klare Leseempfehung von mir und ganz klar fünf Sterne!