Wunderschönes Buch
Judith Hoersch’ Roman erzählt die berührende Geschichte von vier Frauen – Marie, Gabriele, Alma und Isabell –, deren Leben auf vielschichtige Weise miteinander verwoben sind. Ausgangspunkt ist Maries Versuch, sich in Berlin ein neues Leben aufzubauen. Ein unerwartetes Ereignis verändert nicht nur ihren Weg, sondern beeinflusst nachhaltig auch das Leben der anderen drei Frauen. Nach und nach entfaltet sich in mehreren Zeitebenen, wie eng ihre Schicksale tatsächlich miteinander verbunden sind.
Der Roman greift große Themen auf: Familie, Mutterschaft, Sehnsucht, Fremdbestimmtheit, Schweigen und generationsübergreifende Traumata. Besonders eindrucksvoll ist, wie Hoersch diese Aspekte in die Handlung einbettet, ohne je belehrend zu wirken. Trotz der Schwere der Themen bleibt der Ton stellenweise leicht, was vor allem dem zugänglichen, atmosphärischen Schreibstil zu verdanken ist. Die Autorin lässt uns tief in die Gefühlswelt der Figuren eintauchen: Almas Schmerz über das diffuse Gefühl, in ihrer Familie nicht wirklich dazuzugehören; Isabells Zweifel, ob sie die Mutter sein kann, die sie sein möchte, und ihre Trauer um die durch einen Unfall verstorbene Mutter; Gabriele, die sich zunehmend von der Rolle als „Mama“ entfernt; und Marie, deren Fotos am Ende zum Schlüssel der Wahrheit werden.
Die Figuren wirken durchweg authentisch, ihre Handlungen und inneren Konflikte sind nachvollziehbar. Positiv fällt auf, dass der Roman zwar nach Ursachen für Verletzungen fragt, aber weitgehend auf einfache Schuldzuweisungen verzichtet. Die Entwicklung der Charaktere über mehrere Jahrzehnte ist stimmig und berührend. Zwar lässt die Spannung zwischendurch etwas nach, doch zum Ende hin gewinnt die Geschichte deutlich an Fahrt und führt zu einer Auflösung, die man zwar erahnen kann, die aber emotional überzeugt.
Abgerundet wird das Buch durch ein stimmiges Cover, passende Musikanspielungen und interessante Nebenfiguren. Ein eindringlicher Roman über Mütter und Töchter, der tief unter die Oberfläche geht und lange nachhallt.
Der Roman greift große Themen auf: Familie, Mutterschaft, Sehnsucht, Fremdbestimmtheit, Schweigen und generationsübergreifende Traumata. Besonders eindrucksvoll ist, wie Hoersch diese Aspekte in die Handlung einbettet, ohne je belehrend zu wirken. Trotz der Schwere der Themen bleibt der Ton stellenweise leicht, was vor allem dem zugänglichen, atmosphärischen Schreibstil zu verdanken ist. Die Autorin lässt uns tief in die Gefühlswelt der Figuren eintauchen: Almas Schmerz über das diffuse Gefühl, in ihrer Familie nicht wirklich dazuzugehören; Isabells Zweifel, ob sie die Mutter sein kann, die sie sein möchte, und ihre Trauer um die durch einen Unfall verstorbene Mutter; Gabriele, die sich zunehmend von der Rolle als „Mama“ entfernt; und Marie, deren Fotos am Ende zum Schlüssel der Wahrheit werden.
Die Figuren wirken durchweg authentisch, ihre Handlungen und inneren Konflikte sind nachvollziehbar. Positiv fällt auf, dass der Roman zwar nach Ursachen für Verletzungen fragt, aber weitgehend auf einfache Schuldzuweisungen verzichtet. Die Entwicklung der Charaktere über mehrere Jahrzehnte ist stimmig und berührend. Zwar lässt die Spannung zwischendurch etwas nach, doch zum Ende hin gewinnt die Geschichte deutlich an Fahrt und führt zu einer Auflösung, die man zwar erahnen kann, die aber emotional überzeugt.
Abgerundet wird das Buch durch ein stimmiges Cover, passende Musikanspielungen und interessante Nebenfiguren. Ein eindringlicher Roman über Mütter und Töchter, der tief unter die Oberfläche geht und lange nachhallt.