Macht neugierig.

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aerdna Avatar

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Vielleicht werde ich wider Erwarten doch noch zum Fantasy Fan.
Ich mag die Idee hinter Nightweaver. Vom Meer als dem einzig verbliebenen sicheren Lebensort für die Menschheit, von einer Familie die unerschütterlich zusammen kämpft und dabei doch unumstößliche, menschliche, Werte aufrecht erhält.
In der Leseprobe wird angedeutet, dass die Dinge anders liegen könnten, als gedacht, das macht mich neugierig.
Wer ist der junge Mann, der Aster und ihre Familie in seine Dienste nimmt? Weshalb hat er sie auf dem Schiff zwei Wochen von ihrer Familie fern gehalten?
Wer steckt hinter Captain Shade?
Und werden die verbliebenen Familienmitglieder am Ende wieder zu ihrer einstigen Freiheit finden?
Aster ist ein stark gezeichneter, mutiger Charakter, dessen Zwiespalt, die inneren Dilemmata, die uns alle von Zeit zu Zeit heimsuchen, sehr pointiert herausgearbeitet sind. Niemand, der die Stärke mit Löffeln gefressen hat, sondern eine, die sich immer wieder für Mut, Loyalität und Integrität entscheidet.
Auch der Schreibstil ist stark, was in diesem Genre nicht immer unabdingbar vorauszusetzen ist.
Lediglich, dass die Familie auf schon beinahe überhebliche Weise als nahezu unbesiegbar kampferprobt beschrieben wird, dann aber während des Angriffs der Nightweaver und im Verlauf nach diesem in keinster Weise auch nur ein wenig wehrhaft ist, wirkt etwas konstruiert. Owen als einzigem gelingt es, gleich vier der Angreifer zu töten, während niemandem sonst ein nennenswerter Gegenschlag gelingt? Vielleicht erfahren wir dazu später im Buch mehr.
Ich werd's mir mal anschauen.

Beim Cover bin ich bei sowohl als auch: das Motiv ist mir etwas zu künstlich, zu kantenlos; mehr im Stil einer Handzeichnung hätte es durchaus was gehabt.
Schrift und Farbe allerdings finde ich sehr, sehr schön! Der Blauton, Kontrast, Schattierung, Schraffierungen machen richtig was her. Die Schriftart erinnert mich an die wunderschönen Schmuckbände von Coppenrath. Da darf es gerne auch von anderer Seite mehr von werden.