Spannende Fantasy

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laumannmaxi Avatar

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Die Leseprobe startet ohne Aufwärmrunde: Alarm, Rauch, Kanonenfeuer – und ich war sofort mitten im Chaos auf dem Familienschiff Lightbringer. Schon in den ersten Absätzen wird die Erzählerin Aster als kompetent, bewaffnet und kampferprobt gezeichnet, aber gleichzeitig sehr emotional verankert in ihrer Familie (Geschwisterdynamik, Schutzinstinkt). Das Tempo ist hoch, die Szenen sind blutig und drastisch – passend zur in der Leseprobe ausdrücklich genannten Inhaltswarnung (Krieg/Gewalt, Gefangenschaft, Trauma u. a.). Was mich besonders gepackt hat: Der Angriff ist nicht „nur“ ein Überfall, sondern hat ein klares Ziel – Kinder bzw. Menschen als „Fracht“.Dadurch bekommt die Bedrohung sofort etwas Kaltes und Systematisches.

Emotionaler Kern der Leseprobe ist der Verlust und die Schuld, die Aster in Sekunden aufgeladen bekommt – besonders rund um Owen. Gleichzeitig öffnet sich das Worldbuilding genau im richtigen Moment: Da ist diese Schattenform/Entität, die aus einem Nightweaver „herausfließt“, eigene Gestalt annimmt und Aster gezielt in Richtung Kapitänsquartier zieht. Dieser magische Horror-Touch macht neugierig, weil er die Frage aufwirft, was die Nightweaver eigentlich sind – und ob „Monster“ hier vielleicht nicht die ganze Wahrheit ist.
Ein weiterer Hook, der bei mir richtig gut funktioniert hat: Aster erkennt später, dass die Nightweaver nicht wie klassische Kreaturen wirken, sondern „ganz gewöhnliche Leute“ sein können – was die Fronten unsicher macht und die Gefahr verschiebt. nicht nur nach Action schreit.
Unterm Strich: düster, actiongeladen, emotional – und mit einer Prise „dunkle Magie“, die genau dann anzieht, wenn man denkt, man hätte das Setting schon verstanden.