Etwas wirr

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julemaus94 Avatar

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Dieses Buch hält einerseits vieles von dem, was es verspricht, kann in anderen Punkten aber die Erwartungen nicht erfüllen.

Die Welt ist in einem ewigen Krieg gefangen- die Menschen kämpfen gegen die übersinnlichen Nightweaver und sind dabei diesen Kampf zu verlieren. Lediglich die Meere sind ihnen noch geblieben und werden von ihnen als Piraten befahren. Aster Oberon und ihre Familie sind eine der mächtigsten Besatzungen. Bis die Lightbringer, ihr Schiff eines Tages von Nightweaver geentert wird und ihr Bruder Owen dabei ums Leben kommt. Der Rest endet als Gefangene des geheimnisvollen Will und seiner Familie. Doch Aster kämpft gegen das Leben als einfache Bedienstete, gefangen an Land.

Es hätte so eine tolle Piratengeschichte sein können, doch die Zeit auf See ist ziemlich schnell vorbei, den Rest der Geschichte verbringen wir an Land.
Auch wenn es dort spannend weitergeht, kann das meine Sehnsucht nach Fluch der Karibik-Vibes nicht ganz stillen.

Aster und Will sind mit ihren 17 Jahren typische Young Adult-Figuren: eine verwirrende, teils widersprüchliche Mischung aus unreif, impulsiv und unglaubwürdig reif und erfahren. Eigentlich genau das, was ich erwartet habe (auch, wenn ich es nicht unbedingt immer leiden mag).

Diese Welt selbst fasziniert mich. Die Autorin bietet uns verschiedenste Wesen und Figuren, eine schillernder oder düsterer als die andere. Viele davon sind schmückendes Beiwerk, es gibt aber auch eine Vielzahl, die für die Geschichte und ihr Verständnis essenziell sind. Leider werden sie erst nach und nach eingeführt, was das Begreifen dieses Weltenbaus ziemlich schwierig für mich gemacht hat. Ich hatte auch das Gefühl, dass die Spannung etwas darunter gelitten hat.

Trotz allem möchte ich wissen, wie es mit Aster und Will weitergeht und freue mich schon auf den Rest der Trilogie.