Guter Ansatz, doch es ging mir zu schnell
Mit „Nightweaver“ liefert die Autorin eine wirklich spannende Grundidee, die mich sofort gepackt hat. Die Ausgangssituation hatte großes Potenzial, doch leider hat die Geschichte für mich schnell gestockt.
Wenn man sich vorstellt, die eigenen Eltern hätten einem das gesamte Weltbild erklärt, man hat es selbst erlebt – ohne Zweifel, ohne Alternativen – und dann taucht der vermeintliche Feind auf und behauptet, alles sei ganz anders. Dann erwarte ich innere Konflikte, Widerstand, Wut, Verwirrung. Doch genau hier lag für mich das Problem: Es ging mir schlicht zu schnell.
Die Enthüllungen, die eigentlich alles erschüttern müssten, werden erstaunlich rasch akzeptiert. Kaum jemand scheint ernsthaft zu zweifeln oder sich zu wehren. Diese schnelle Anpassung an die neue „Wahrheit“ wirkte auf mich unrealistisch und nahm der Geschichte viel von ihrer emotionalen Wucht. Gerade bei einem so fundamentalen Umbruch hätte ich mir mehr innere Zerrissenheit und echte Auseinandersetzung gewünscht.
Aster als Protagonistin hat mir grundsätzlich gut gefallen. Sie bringt Stärke mit, ist entschlossen und eigentlich nicht naiv. Will hingegen fungiert als ihr klarer Gegenpol – ruhiger, kontrollierter, anders geprägt. Ihre Dynamik hatte definitiv ihren Reiz und einige Szenen zwischen ihnen waren wirklich gelungen. Trotzdem habe ich ihnen ihre Entwicklung nicht vollständig abgekauft. Die Beziehung wirkte für mich eher konstruiert als organisch gewachsen, und dieses Gefühl zog sich leider durch das gesamte Buch.
Besonders irritiert hat mich zudem, wie schnell sich Asters Familie mit den neuen Gegebenheiten abfindet. In den ersten Kapiteln werden sie als kämpferisch, stolz und unbeugsam dargestellt. Umso befremdlicher war es, wie rasch diese Haltung scheinbar aufgegeben wird. Das passte für mich nicht zu dem zuvor erstellten Charakterbild.
Fazit: Insgesamt bleibt es für mich eine gute Idee mit spannenden Ansätzen, die jedoch zu wenig Raum zur Entfaltung bekommen hat. Mehr Tiefe, mehr Widerstand, mehr emotionale Konsequenzen – das hätte „Nightweaver“ deutlich stärker gemacht. Von mir gibt es 3 von 5 Sternen.
Wenn man sich vorstellt, die eigenen Eltern hätten einem das gesamte Weltbild erklärt, man hat es selbst erlebt – ohne Zweifel, ohne Alternativen – und dann taucht der vermeintliche Feind auf und behauptet, alles sei ganz anders. Dann erwarte ich innere Konflikte, Widerstand, Wut, Verwirrung. Doch genau hier lag für mich das Problem: Es ging mir schlicht zu schnell.
Die Enthüllungen, die eigentlich alles erschüttern müssten, werden erstaunlich rasch akzeptiert. Kaum jemand scheint ernsthaft zu zweifeln oder sich zu wehren. Diese schnelle Anpassung an die neue „Wahrheit“ wirkte auf mich unrealistisch und nahm der Geschichte viel von ihrer emotionalen Wucht. Gerade bei einem so fundamentalen Umbruch hätte ich mir mehr innere Zerrissenheit und echte Auseinandersetzung gewünscht.
Aster als Protagonistin hat mir grundsätzlich gut gefallen. Sie bringt Stärke mit, ist entschlossen und eigentlich nicht naiv. Will hingegen fungiert als ihr klarer Gegenpol – ruhiger, kontrollierter, anders geprägt. Ihre Dynamik hatte definitiv ihren Reiz und einige Szenen zwischen ihnen waren wirklich gelungen. Trotzdem habe ich ihnen ihre Entwicklung nicht vollständig abgekauft. Die Beziehung wirkte für mich eher konstruiert als organisch gewachsen, und dieses Gefühl zog sich leider durch das gesamte Buch.
Besonders irritiert hat mich zudem, wie schnell sich Asters Familie mit den neuen Gegebenheiten abfindet. In den ersten Kapiteln werden sie als kämpferisch, stolz und unbeugsam dargestellt. Umso befremdlicher war es, wie rasch diese Haltung scheinbar aufgegeben wird. Das passte für mich nicht zu dem zuvor erstellten Charakterbild.
Fazit: Insgesamt bleibt es für mich eine gute Idee mit spannenden Ansätzen, die jedoch zu wenig Raum zur Entfaltung bekommen hat. Mehr Tiefe, mehr Widerstand, mehr emotionale Konsequenzen – das hätte „Nightweaver“ deutlich stärker gemacht. Von mir gibt es 3 von 5 Sternen.