Hat mich nicht wirklich überzeugt

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leseratte_vorablesen Avatar

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"Nightweaver" ist der erste Band der Nightweaver-Dilogie aus der Feder der Autorin R. M. Gray, der mit dem Slogan ›Fluch der Karibik‹ meets ›Downton Abbey‹ beworben wurde. Den Verweis auf ›Fluch der Karibik‹ konnte ich nicht so ganz nachvollziehen - gut, die Geschichte beginnt auf einem Piratenschiff und Aster und ihre Familie haben ihren Lebensunterhalt gezwungenermaßen durch Piraterie gesichert, aber der Großteil des Geschehens findet an Land statt. Das Worldbuilding mit den Nightweavern als den Bösen, die dann doch nicht alle böse sind bzw. noch von echten Monstern übertroffen wurden, war etwas verwirrend erklärt, es ging lange hin und her, wer nun gut und wer böse ist. Schließlich hatte ich auch mit der Protagonistin Aster meine Probleme. Sie bezeichnet sich einerseits als toughe Piratin, an deren Händen jede Menge Blut klebt, verabscheut die Nightweaver und ist blindlings von Rachedurst getrieben, um den Tod ihres ermordeten Lieblingsbruders zu sühnen, andererseits zieht sie dann doch nicht die notwendigen Konsequenzen, ihre Familie, die sich im Gegensatz zu ihr offenbar ganz gut mit dem sicheren Leben auf dem Nightweaver-Anwesen arrangiert hat, in Sicherheit zurück zu lassen. Für mich hat Aster das Piratenleben mit Raub und Mord, ständig auf der Flucht etwas zu sehr romantisiert.
Die Liebesgeschichte war leider auch nicht überzeugend. Schade, da wäre mehr möglich gewesen...