Nichts für schwache Nerven

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Nightweaver ist nichts für schwache Nerven.
Eine Geschichte, die ich so nicht erwartet habe und die mich mit jeder Seite mehr in ihren Bann gezogen hat.

„Downton Abbey trifft Fluch der Karibik“ – so wird das Buch beschrieben, und die Atmosphäre passt tatsächlich perfekt in diese Richtung.
Aster Oberon verbringt ihr Leben gemeinsam mit ihrer Familie auf hoher See. An Land können sie nicht mehr leben, denn monströse Kreaturen – die sogenannten Nightweaver – haben die Menschheit vertrieben und das Land erobert. Doch in einer verhängnisvollen Nacht wird alles anders: Sie werden angegriffen und enden schließlich als Gefangene auf dem Anwesen einer adligen Nightweaver.

Was mich besonders gefesselt hat, ist die gesamte Idee rund um die Welt der Nightweaver und das düstere Setting, in das man als Leser hineingeworfen wird. Man startet mit gewissen Erwartungen – und wird dann von den unerwarteten Wendungen komplett überrascht.

Wer hier eine seichte Liebesgeschichte erwartet, ist definitiv fehl am Platz. In dieser Welt verschwimmen die Grenzen zwischen Gut und Böse, während Aster verzweifelt um ihr Überleben kämpft.

Die Nightweaver selbst sind durch ihre Komplexität keine klassischen Bösewichte. Einst waren sie heilige Wesen, die auf die Erde verbannt wurden. Erst im Laufe der Handlung erschließt sich nach und nach die Wahrheit über ihre Welt, was der Geschichte eine besondere Tiefe verleiht.

Wortgewandt, spannend und magisch – für mich war „Nightweaver“ ein großartiges Leseerlebnis und zählt schon jetzt zu meinen Favoriten in diesem Jahr.

⭐️ 5 von 5 Sternen