Die Geschichte hat Potenzial

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mamuso Avatar

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Das Design des Buches und der Farbschnitt sind ein absolutes Highlight für mich.

Leider konnte mich „Nobody's Quest“ nicht überzeugen. Mein größtes Problem war die Charakterentwicklung der Hauptfigur. Sie wurde seit ihrem vierten Lebensjahr versklavt, misshandelt und hat gelernt, sich unsichtbar zu machen, den Mund zu halten und als „Niemand“ zu überleben. Umso unglaubwürdiger fand ich, dass sie, sobald sie in den Mittelpunkt der Handlung gerät, plötzlich erstaunlich mutig und teilweise schlagfertig auftritt. Für mich passt dieses Verhalten nicht zu ihrer Vorgeschichte und auch nicht zum Charakter selbst, da sie sich selbst nicht als Mutig etc sieht. Die Entwicklung wirkt viel zu sprunghaft.

Achtung Spoileralarm:

Auch die "Liebesgeschichte" konnte mich nicht überzeugen. Der männliche Protagonist, ein Prinz ohne Land, scheint sich sehr schnell in sie zu verlieben. Gleichzeitig wird die Protagonistin beim ersten "Kennenlernen" äußerlich als schmutzig, ausgemergelt und vom harten Leben gezeichnet beschrieben. Da sie außerdem kaum näher beschrieben wird, konnte ich überhaupt nicht nachvollziehen, wodurch seine Anziehung zu ihr entsteht. Die Gefühle wirken dadurch nicht verdient, sondern eher konstruiert.

Insgesamt entwickelt sich die Beziehung der beiden viel zu schnell. Was als Slow Burn hätte funktionieren können, fühlt sich stattdessen wie eine überstürzte Romanze an. Dadurch fehlte mir die emotionale Tiefe und ich konnte weder die Figuren noch ihre Beziehung wirklich nachempfinden.

Wirklich sehr schade, denn die Grundidee der Geschichte hat eigentlich viel Potenzial.