Optisch ein Hingucker, inhaltlich leider nur solider Durchschnitt
Beurteile ein Buch niemals nach seinem Einband – genau das ist mir hier zum Verhängnis geworden. Optisch bringt das Cover nicht unbedingt frischen Wind in das Genre, konnte mich jedoch durch vielen Details sowie Farbverläufe dennoch für sich gewinnen. Zusammen mit dem originellen Titel und dem überzeugenden Klappentext war ich sehr neugierig. Was unterm Strich bleibt, ist aber eher enttäuschend. Versteht mich nicht falsch, die Story ist solide – aber der Feinschliff fehlt, um ein grandioser Fantasyauftakt zu sein.
Dabei war der Einstieg noch so vielversprechend. Ohne langes Vorgeplänkel wurde sofort der Fokus auf Solis Besonderheit sowie ihre Bänder-Thematik gelenkt, sodass ich unbedingt mehr erfahren wollte. Doch so gut der erste Eindruck war, so rapide ließ meine Euphorie nach. Mit der Zeit wurde der Schreibstil immer langatmiger, repetitive Textpassagen häuften sich und ohne die Geheimnisse rund um die Charaktere zu lüften, kam schlussendlich einfach keine Spannung auf.
Ähnlich erging es mir mit den Charakteren. Was ursprünglich vielversprechend durch die Ecken und Kanten klang, entpuppte sich leider als konstruiert gar unstimmig. Ihre Gedanken und Handlungen wirkten häufig nicht authentisch, sodass ich einfach nicht mit ihnen mitfiebern konnte. Dialoge wirkten flach und verloren sich in immer gleichen Mustern. Besonders das "found family"-Gefühl wollte sich dadurch nie so richtig einstellen, sodass die Gruppe bis zum Schluss eher wie eine Truppe Fremder war. Jedoch mein größter Kritikpunkt gilt der Liebesgeschichte. Das ewige Hin und Her hat mich schnell genervt und die Spice-Szenen waren so deplatziert ausführlich, dass der Story simpel gesagt Herz und Seele fehlten.
Was mich hingegen wirklich überrascht hat, war die Art wie Depressionen durch den "Grey Mind" eingebunden wurde. Solis Entwicklung durch die Quests fühlte sich authentisch an und ihr Mantra hat mich wirklich zum Nachdenken gebracht. Und der Epilog hat nochmal das ganze Ruder herumgerissen und tatsächlich Lust auf mehr gemacht.
💭 Fazit: Unterhaltsam aber leider nichts Besonderes. Solis Geschichte und der inspirierende Umgang mit dem Thema Depression sind echte Pluspunkte, doch flache Charaktere sowie eine konstruierte Liebesgeschichte bremsen die Geschichte immer wieder aus. Wer einen leichten Fantasyauftakt mit origineller Grundidee sucht, kann hier einen Blick riskieren. Für mich leider nur 3 Sterne!
Dabei war der Einstieg noch so vielversprechend. Ohne langes Vorgeplänkel wurde sofort der Fokus auf Solis Besonderheit sowie ihre Bänder-Thematik gelenkt, sodass ich unbedingt mehr erfahren wollte. Doch so gut der erste Eindruck war, so rapide ließ meine Euphorie nach. Mit der Zeit wurde der Schreibstil immer langatmiger, repetitive Textpassagen häuften sich und ohne die Geheimnisse rund um die Charaktere zu lüften, kam schlussendlich einfach keine Spannung auf.
Ähnlich erging es mir mit den Charakteren. Was ursprünglich vielversprechend durch die Ecken und Kanten klang, entpuppte sich leider als konstruiert gar unstimmig. Ihre Gedanken und Handlungen wirkten häufig nicht authentisch, sodass ich einfach nicht mit ihnen mitfiebern konnte. Dialoge wirkten flach und verloren sich in immer gleichen Mustern. Besonders das "found family"-Gefühl wollte sich dadurch nie so richtig einstellen, sodass die Gruppe bis zum Schluss eher wie eine Truppe Fremder war. Jedoch mein größter Kritikpunkt gilt der Liebesgeschichte. Das ewige Hin und Her hat mich schnell genervt und die Spice-Szenen waren so deplatziert ausführlich, dass der Story simpel gesagt Herz und Seele fehlten.
Was mich hingegen wirklich überrascht hat, war die Art wie Depressionen durch den "Grey Mind" eingebunden wurde. Solis Entwicklung durch die Quests fühlte sich authentisch an und ihr Mantra hat mich wirklich zum Nachdenken gebracht. Und der Epilog hat nochmal das ganze Ruder herumgerissen und tatsächlich Lust auf mehr gemacht.
💭 Fazit: Unterhaltsam aber leider nichts Besonderes. Solis Geschichte und der inspirierende Umgang mit dem Thema Depression sind echte Pluspunkte, doch flache Charaktere sowie eine konstruierte Liebesgeschichte bremsen die Geschichte immer wieder aus. Wer einen leichten Fantasyauftakt mit origineller Grundidee sucht, kann hier einen Blick riskieren. Für mich leider nur 3 Sterne!