Potential ist da, leider war es nicht meins

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fruggielicious Avatar

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Nobody’s Quest - Der Prinz ohne Königreich von Alyssa Day / Rezension

- 1/3 Nobody chronicles
- Epic fantasy (Romantasy)

Das Buch hat mich direkt angesprochen, weil mich zwar nicht alles, aber vieles im Bereich Fantasy / Romantasy anspricht. Es gab schon einige negative Stimmen, was dazu gehört, aber ich habe daran festgehalten, dass der Klappentext recht frisch und interessant klingt. Nach ca. 50 Seiten war ich selbst im Geschehen drin und zunächst wirklich guter Dinge.

„NIEMAND kann Corvynne besiegen.“

„NIEMAND kann das Amulett berühren.“

⏩️⏩️ NOBODY‘s quest ❣️❣️❣️❣️

Ihr versteht!

Kurz zum Inhalt:

Die Kriegsgöttin Corvynne hat ihre Schwester, die Naturgöttin Artemisen, gefangen genommen. Seitdem stirbt der Kontinent Altarra langsam aus. Niemand kann den Schlüssel berühren, der die Grabkammer öffnen kann, in der Artemisen ist. Also stellt der König von Pyrrh eine Expedition (getarnt als Söldnertrupp) rund um eine „Niemand“ namens Soli zusammen, denn weitere Artefakte (Schlüssel) werden benötigt, um Artemisen zu befreien…

Das Buch wird als epischer Fantasyauftakt einer Trilogie vermarktet und das kommt hin, auch wenn frühzeitig klar wird, dass auch Romance eine sehr große Rolle spielt (leider). Ich hätte stärkere Recherche betreiben müssen, aber ehrlich gesagt, muss man die Bücher, die einen ansprechen ohnehin einfach lesen, um herauszufinden, ob es was für einen ist. Man kann sich nicht absichern. Dann passt manchmal die Stimmung nicht. Aber hier lag es für mich tatsächlich am Buch, ich sehe keine Stimmung, in der es mich mehr abgeholt hätte. Ist immer Geschmacksache.

Es ist im Jugendbuch Imprint erschienen, die Protagonistin ist also jünger und zu Beginn sehr unsicher. Sogar die Zauberin im Buch sagt ihr, sie soll sich mal zusammenreißen 😂😂.

Man muss sich auf sie einlassen und den für das Genre so typischen Umstand überwinden, dass die Protagonistinnen ganz jung und unerfahren, aber gleichzeitig auserwählt und hochbegabt sind. Ich weiß insgesamt noch nicht, ob ich es diesmal überwinden konnte, eher nicht.

Soli wirkte auf mich tatsächlich wie ein Kind, so dass ich die Romance inkl. expliziter Sexszenen nicht kommen sah. Der Plot und die Spannung müssen unfassbar stark sein, damit ich darüber hinwegsehen kann, dass da z.B. „Knospe“ steht, um normale weibliche Körperteile zu beschreiben. Dreifach Yikes einfach. Soli und Prinz Kaelen (der love interest) haben für mich auch gar nicht zusammen gepasst. Sie waren für mich nicht hot und es war mir egal, ob sie in Flammen aufgehen (if you know you know).

Als Subgenre passt am ehesten die Heldenreise und das lese ich nicht immer super gern, weil ich da auch schon enttäuscht wurde. Auch diesmal hat es mir an sich zwar gefallen, also die Suche nach den Schlüsseln, die Kämpfe mit Monstern etc. war wirklich das Beste an dem ganzen Buch, aber ich habe wieder gemerkt, dass es für mich langweilig ist und mir Spannung fehlt. Ich bleibe aber dran, irgendwann werde ich es mögen!!

Interessant fand ich den Einbau von Depression, am Ende des Buchs erfährt man, dass die Autorin leider selbst damit zu tun hat.

Es endet aufregend, also mit einem guten Plottwist, aber ob ich bis zur Fortsetzung genügend Interesse und Kraft mobilisieren kann, ist unklar. Manchmal wird es ja besser.

Romantasy mit verschenktem Potential und Luft nach oben bzgl. Spannung: Macht Euch gern ein eigenes Bild!

2/5⭐️⭐️