Solider Reihenauftakt

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mrs.smiths_liebezumbuch Avatar

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Nobody's Quest kommt mit einem schon fast schlichten Cover daher. Farblich dezent gehalten in schwarz mit einem goldenen Ornament im Mittelpunkt, das bei näherem Betrachten aus einer Vielzahl von Schlüsseln besteht, was den Verdacht nahe legt, dass diese wohl ein zentrales Thema sein werden.
Als Kontrastprogramm finden wir einen knalligen dunkelroten Farbschnitt mit einem ebenso goldenen Schlüsselloch.
Wofür dies alles steht? Das erzählt der Inhalt.

Wir begleiten Soli, die sich selbst allzu gerne als Niemand bezeichnet. Eine Waise, die Arbeit im Schloss gefunden hat und sich dort stark im Hintergrund aufhält um ja nicht negativ, oder gar überhaupt, aufzufallen.
Was sie selbstverständlich zur perfekten Wahl für eine Magierin macht, die eine Prophezeiung etwas zu wörtlich nimmt. Denn es heißt "Niemand kann die Göttin Corvinne besiegen", die Unheil über das Land Altarra gebracht hat.
Und so findet sich Soli sehr schnell auf einer letzten Rettungsmission für das Land wieder. Gemeinsam mit einem Prinzen, einem Adeligen, einer Kriegerin, einem Dieb, eben jener Magierin und zwei Soldaten macht sie sich auf den Weg, die Göttin zu besiegen und ihr Land zu befreien.
Und dabei lernt sie nicht nur ihre Mitstreiter immer besser kennen, sondern vor allem wahnsinnig viel über sich selbst.

Ich habe Nobody's Quest recht gerne gelesen, auch wenn es zwischendurch auch mal die in oder andere kleinere Länge gab. Das Worldbuilding war detailliert beschrieben und hat auch immer wieder einiges an Raum eingenommen. Hierzu zähle ich übrigens auch automatisch alles, was es so an Kreaturen und Bewohnern in diesem Reich gibt.

Es mangelte nicht an Action und es wurden immer wieder kleinere Brandherde eingeflochten, was mir gut gefallen hat. Dadurch bekam die Geschichte zwischendurch auch ab und an die Chance sich etwas zu beruhigen und tiefgreifender zu werden. Vor allem die Geschichte um Solis Krankheit hat mich angesprochen, dass immer mal wieder zur Sprache kam und nicht mit einer Erwähnung abgehandelt wurde.

Die Charakterentwicklung mochte ich sehr. Nicht nur die von Soli, sondern auch die der restlichen Truppe. Denn auch diese Charaktere haben absolutes Potenzial.
Ich hatte quasi dauernd darauf gewartet, dass irgendjemand der Gruppe in den Rücken fällt. Und ja, ich bin noch nicht ganz weg davon und vertraue noch lange nicht jedem blind. Ich habe hier einfach so ein Gefühl, dass noch irgendetwas kommt im nächsten Teil.

Ich möchte auch gar nicht mehr allzu viel zur Story sagen, da gefühlt alles spoilern würde. Was auch der Grund dafür ist, dass ich gar nicht erst näher auf die einzelnen Mitreisenden eingehen werde.
Ich kann nur sagen, dass mir der Schreibstil gut gefallen hat und ich die Geschichte rund um Solis sehr mochte. Ich war von Anfang an drin und es gab nur wenige kürzere Phasen, in denen ich mich etwas leichter habe vom Lesen ablenken lassen.

Alles in allem ist Nobody's Quest ein toller Einstieg in diese Reihe und nach diesem Ende, möchte ich jetzt unbedingt Band 2, da hier nochmal was richtig tolles passiert ist!