Zwischen Hoffnung und grauem Nebel

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jasmin96isa Avatar

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Schon das Äußere des Buches ist ein echter Hingucker. Das Cover ist wunderschön gestaltet und der eindrucksvolle Farbschnitt macht das Buch zu etwas Besonderem.

Inhaltlich startet die Geschichte ohne lange Einleitung direkt in die Handlung. Gemeinsam mit Soli lernen wir die Welt kennen und zunächst scheint alles darauf hinauszulaufen, dass sie dem König geopfert werden soll. Umso spannender war die Wendung, als sie sich als würdig erweist, das Amulett zu berühren und damit eine wichtige Aufgabe übertragen bekommt. Auch der überstürzte Aufbruch und die Begegnungen mit den verschiedensten Wesen haben die Spannung von Beginn an hochgehalten. Der bildhafte Schreibstil hat mir dabei sehr gut gefallen. Er ist angenehm anspruchsvoll, ohne schwer verständlich zu sein.

Die Geschichte rund um die Suche nach den Schlüsseln und die Rettung der Göttin konnte mich gut unterhalten. Besonders Solis Entwicklung fand ich gelungen. Für die ehemalige Leibeigene ist die Reise nicht nur ein Abenteuer, sondern auch eine völlig neue Erfahrung, da sie lernt, anderen zu vertrauen und echte Freundschaften zu schließen. Auch die Annäherung zwischen ihr und Prinz Kaelen entwickelt sich stimmig.

Eine Besonderheit ist die Darstellung von Solis Depressionen. Die sogenannten “grauen Nebel” sind einfühlsam und respektvoll beschrieben.

An einigen Stellen hätte ich mir allerdings etwas mehr emotionale Tiefe gewünscht. Zwar ist die Handlung jederzeit gut nachvollziehbar und spannend aufgebaut, doch manche Szenen hätten auf mich noch stärker gewirkt, wenn den Gefühlen der Figuren etwas mehr Raum gegeben worden wäre.

Das Ende hat mich schließlich überrascht und lässt viele Fragen offen.