Sehr spannend

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mitket_ Avatar

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Noch fünf Tage von Helena Falke hat mich vor allem durch sein bedrückendes Grundgefühl gepackt. Schon der Titel macht klar, dass die Zeit eine große Rolle spielt, und genau dieses stetige Ticken spürt man beim Lesen. Es geht nicht nur darum, was passiert, sondern auch darum, wie wenig Raum eigentlich bleibt.

Ich mochte, wie nah man an den Figuren dran ist. Ihre Gedanken und Sorgen wirken greifbar, manchmal fast unangenehm ehrlich. Man merkt schnell, dass jede Entscheidung Gewicht hat und dass es kein einfaches Richtig oder Falsch gibt. Beim Lesen habe ich mich öfter gefragt, wie ich selbst reagieren würde.

Die Spannung entsteht weniger durch große Überraschungen, sondern durch dieses langsame Aufbauen von Druck. Mit jedem Kapitel wird klarer, dass etwas auf einen bestimmten Punkt zuläuft. Für mich war es ein Buch, das man zügig liest, weil man wissen möchte, wie alles ausgeht, das einen innerlich aber trotzdem beschäftigt zurücklässt.