So lala

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laberlili Avatar

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Im Ladenregal hätte dieses Cover auch sofort meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen, denn es sieht doch sehr nach Locked-in-Thriller aus, wenn das Motiv insgesamt da doch auch sehr generisch ist und Schema F folgt. Also auffallend schön finde ich es nicht, aber halt auffallend typisch für derlei Thriller, und die mag ich einfach gerne.
Ganz so klassisch Locked In ist die Handlung wohl nicht, aber ich fand das hier eine mal ganz interessante Abwechslung und von außen betrachtet hatte mich der Roman dann schon total gewonnen, als auch noch sein Schweizer Handlungsort erwähnt wurde.

Von innen hat er mich aber recht schnell nur eher mühsam mitgeschleppt. Ganz verloren hat mich die Story nicht, auch wenn ich mich hier nicht um ein Exemplar bewerben werde: aus der Ortsbibliothek würde ich es mir vermutlich schon mal leihen, oder auch von Freund*innen, die es in ihrem Besitz hätten. Aber ansonsten... habe ich bis jetzt hauptsächlich gedacht: "In was für ein miserables Spital haben die die Protagonistin denn geschleppt?" Mit der Vergiftung wird sie zweifelsohne auf der ICU liegen; aus persönlicher Erfahrung habe ich da in den letzten 10 Jahren die ICUs in drei verschiedenen Schweizer Spitälern kennenlernen müssen: so seltsam unstrukturiert ging es da nirgends zu bzw. ernsthaft: Vernehmung vor Visite?!
Zudem fand ich den Beginn mir auch völlig desinformiert um die Ohren geknallt. Die Hauptfigur hat mir bislang weniger verraten als die Beschreibung des Buches, und so richtig nachvollziehen kann ich ihre Geschichte auch noch nicht; mir ist sie auch auf Anhieb unsympathisch gewesen, und ganz ehrlich: am Ende der Leseprobe bin ich bisher vor Allem zum Schluss gekommen, dass es mich auch gar nicht interessiert wer auch der Köchin hier nach dem Leben getrachtet hat. Wie gesagt: bei dem Zufallsfund lese ich es vielleicht dann doch mal, aber ich fürchte aktuell dann doch auch eher aus Neugier als Spannung.
Mein erster Eindruck ist weithin also eher völlig unterwältigt