Auch die Köchin wurde vergiftet

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
bartie Avatar

Von

Der Silvesterabend bei der Familie Harmanns, den Milliardären aus Davos, endet tragisch. Das Ehepaar und ihre zwei Kinder wurden mit dem Gift im Festtagsessen vergiftet. Auch die bei Harmanns angestellte Spitzenköchin Lis Castrop, die das Menü vorbereitet und serviert hatte, landet im Krankenhaus. Doch im Unterschied zu ihren Arbeitgebern, starb sie nicht sofort: Ihr bleiben noch fünf Tage bis sie stirbt; eine begrenzte Zeit für Abschied von ihrer 11-jährigen Tochter Cosima.

Wie kann man jedoch die letzten fünf Tage des Lebens nutzen, wenn man das Krankenhausbett nicht verlassen kann und auch bei täglichen Verrichtungen auf fremde Hilfe angewiesen ist? Lis sorgt sich um ihre Tochter Cosima, und als sie erfährt, dass sie selbst als Hauptverdächtige gilt, nutzt sie die ihr verbliebenen Stunden um den wahren Mörder zu finden.

Vieles in dieser Geschichte ist sehr spannend; sie wurde aus Lis` Sicht erzählt, der einzigen Person, die den Giftanschlag überlebt hat. Lis Ängste und Sorgen sind nachvollziehbar; die ganze Tragik ihrer ausweglosen Lage spürbar. Dieses Gefühl wurde zusätzlich durch die genauen Zeitangaben am Anfang jedes Buchkapitels verstärkt; die Stunden, die Lis noch verbleiben, schmelzen mit jedem Kapitel unbarmherzig weiter.

Die Geschichte hat aber auch einige helle Momente: etwa als Cosima ihre Mutter in der Klinik besucht oder als Lis sich an die vergangenen Tage erinnert und an ihre Erfolge als Köchin zurückblickt.

Zum Schluss steigt die Spannung nochmal; das Finale verläuft dramatisch und überrascht mit der Auflösung des Falles.

Insgesamt bietet dieses -mehr Krimi als Thriller – Buch eine spannende Unterhaltung; ist eine gute Lektüre für Zwischendurch.