Außergewöhnlich

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pajo47 Avatar

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Ein außergewöhnlicher Plot: Die Spitzenköchin Lis Castrop steht im Dienst der äußerst wohlhabenden Familie Hartmann. Doch das Silvestermenü im Hause der Hartmanns endet in einer Katastrophe – ein Anschlag mit einem radioaktiven Gift tötet das Ehepaar und seine beiden Kinder. Lis gerät dabei gewissermaßen als „Beifang“ ebenfalls in den tödlichen Strudel.

Im Gegensatz zu den anderen Opfern stirbt sie jedoch nicht sofort. Ihr bleiben noch fünf Tage – eine letzte Gnadenfrist, bevor auch sie dem Gift erliegen wird. In dieser kurzen Zeit versucht Lis verzweifelt herauszufinden, wer hinter dem Anschlag steckt. Nach und nach erfährt man dabei auch mehr über ihre Vergangenheit: wie sie zur gefeierten Köchin wurde und schließlich ihre Anstellung bei den Hartmanns erhielt.

Gleichzeitig treibt sie eine zweite, sehr persönliche Sorge um: Was wird aus ihrer Tochter Cosima, wenn sie selbst nicht mehr da ist? Lis möchte unbedingt sicherstellen, dass für ihr Kind gesorgt ist.

Einen Thriller mit einer derart ungewöhnlichen Ausgangssituation habe ich bislang noch nicht gelesen. Als Ich-Erzählerin lässt Lis die Leserinnen und Leser unmittelbar an ihrem Schicksal teilhaben – man fiebert unweigerlich mit ihr mit. Kaum vorstellbar erscheint es, dass sie unter diesen Umständen den Fall tatsächlich aufklären kann. Ob ihr das gelingt, sei an dieser Stelle natürlich nicht verraten.

Die Autorin, die unter dem Pseudonym Helena Falke schreibt, hat mit diesem Roman in jedem Fall ein spannendes und lesenswertes Werk vorgelegt.