Beklemmender Thriller

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
einemutter Avatar

Von

Die Autorin Helena Falke wirft in ihrem Thriller ‚Noch 5 Tage’ den Leser direkt in die Handlung: tödlich vergiftet bleiben der Protagonistin noch fünf Tage. Beklemmung und Unglaube machen sich zunächst beim Leser breit - die Hautdarstellerin scheint sich mit dieser Fakt bereits abgefunden zu haben.

In relativ kurzen Kapiteln werden Uhrzeiten und Tagesangaben als Titel genutzt. verwendet, quasi als Countdown und als sehr gekonnt eingesetztes Stilmittel, die Spannung hoch zu halten.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm, die Flüssig beschriebene Handlung tut ein übriges, dass die Seiten wie im Flug vergehen.

Ein Seitenstrang beschäftigt sich mit den emotionalen Aspekten der Hauptdarstellerin - zunächst auch als Täterin behandelt, wird ihr Tochter von ihr ferngehalten. Abschied nehmen zu können, ist ihr aber sehr wichtig.

Leider gibt es im spannenden und sehr beklemmenden Plot ein paar Dinge, dienlich der Geschichte nicht ganz abnehme. So beispielsweise, das sich die Protagonistin bereits ohne zu argumentieren, in ihr Schicksal, dem sicheren Tod, ergeben hat. Auch die ˋneue Versionˋ des Polloniums ist für wissenschaftlicher Unsinn, was meine Skepsis erhöht hat. Und abschließend habe ich mich darüber gewundert, ob ich in meinen letzten Tagen wirklich ausschließlich um die Mordaufklärung kümmern wollte.

Insgesamt ist ˋNoch fünf Tage ein sehr spannender und emotionaler Thriller mit einer starken Grundidee, vielen Wendungen und einem gelungenen Ende, leider mit ein paar logischen Schwächen.