Fünf Tage bis zur Wahrheit
Beim Silvesterdinner im Davoser Domizil der superreichen Familie Harman werden die Eltern und ihre beiden Kinder Opfer eines Giftanschlages. Die Köchin Lis überlebt, weil sie nur gekostet hat. Für die Ermittler ist sie Zeugin, Verdächtige sowie Opfer. Ihre Prognose: Sie hat noch fünf Tage zu leben. Fünf Tage, um ihre Unschuld zu beweisen, damit ihre Tochter nicht damit leben muss, dass ihre Mutter als Mörderin gilt.
Während die Staatsanwaltschaft den Fall möglichst schnell abschließen will (John Harman war ein einflussreicher Unternehmer) wird Lis immer schwächer und macht sich Sorgen um ihre Tochter. Wie sagt man einem Kind, dass man bald sterben wird? Wer soll sich um das Mädchen kümmern — wem kann sie ihre Tochter anvertrauen? Mit jeder neuen Erkenntnis wird die Lage verworrener, zum Glück steht ihr ihre Palliativpflegerin Esme zur Seite, die sich nicht davor scheut, „ihre Kompetenzen zu überschreiten“.
Der Thriller überzeugte mich während der 1. Hälfte mit seinem lebendigen, pointierten Schreibstil und den scharfsinnigen Beobachtungen. Ich fand die Dynamik zwischen Lis und Esme interessant, die Atmosphäre greifbar beklemmend und Lis’ Erzählstimme (klug, verletzlich, manchmal herrlich schräg) ungemein geistreich. Auch die Einblicke in die Vergangenheit, in Lügen und Konflikte, sowie die neuen Erkenntnisse konnten mich begeistern.
Ab der zweiten Hälfte ging es für mich bergab: Lis wurde mir zunehmend unsympathischer, da sie mMn überhöhte Ansprüche stellt, zudem wirkte sie auf mich in Bezug auf ihre Talente außerhalb des Kochens etwas selbstgefällig. Die Handlung verlor sich für mich zu sehr in Nebensächlichkeiten und zum Ende hin fand ich einiges konstruiert.
Während die Staatsanwaltschaft den Fall möglichst schnell abschließen will (John Harman war ein einflussreicher Unternehmer) wird Lis immer schwächer und macht sich Sorgen um ihre Tochter. Wie sagt man einem Kind, dass man bald sterben wird? Wer soll sich um das Mädchen kümmern — wem kann sie ihre Tochter anvertrauen? Mit jeder neuen Erkenntnis wird die Lage verworrener, zum Glück steht ihr ihre Palliativpflegerin Esme zur Seite, die sich nicht davor scheut, „ihre Kompetenzen zu überschreiten“.
Der Thriller überzeugte mich während der 1. Hälfte mit seinem lebendigen, pointierten Schreibstil und den scharfsinnigen Beobachtungen. Ich fand die Dynamik zwischen Lis und Esme interessant, die Atmosphäre greifbar beklemmend und Lis’ Erzählstimme (klug, verletzlich, manchmal herrlich schräg) ungemein geistreich. Auch die Einblicke in die Vergangenheit, in Lügen und Konflikte, sowie die neuen Erkenntnisse konnten mich begeistern.
Ab der zweiten Hälfte ging es für mich bergab: Lis wurde mir zunehmend unsympathischer, da sie mMn überhöhte Ansprüche stellt, zudem wirkte sie auf mich in Bezug auf ihre Talente außerhalb des Kochens etwas selbstgefällig. Die Handlung verlor sich für mich zu sehr in Nebensächlichkeiten und zum Ende hin fand ich einiges konstruiert.