Fünf Tage Leben

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leseskorpion Avatar

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Lis ist Köchin auf Spitzenniveau und arbeitet für Millardär Harman. Im Verlauf eines von ihr zubereiteten Silvestermenüs stirbt die gesamte Familie Harman. Auch Lis ist vergiftet, hat dank einer geringeren Dosis aber noch 5 Tage zu leben und gerät unter Verdacht. Um den Verdacht von sich abzuwenden und ihre Tochter Cosima abzusichern, beginnt sie die letzten Monate im Dienst der Harmans zu rekapitulieren und den Täter zu finden.

Die Idee zu dieser Story finde ich richtig gut, die Umsetzung teilweise auch. Der Schreibstil ist leider ziemlich sachlich und emotionslos, was mich sehr auf Distanz gehalten hat. Ich konnte Lis trotz ihrer dramatischen Lage nicht nahe kommen. Die einzige Person, mit der ich ein wenig mitfühlen konnte, war Krankenschwester Esme, deren Gefühle die Autorin wenigstens ein bisschen herausgearbeitet hat. Alle anderen bleiben blass, auch wenn z.B. auf Calliope, die überspannte Tochter des Hauses Harman, eine Menge Zeit verwendet wird. Eine gewisse Spannung war durchaus da, allein schon aufgrund der Kürze der Zeit, die Lis verbleibt. Man will ja wissen, wer der Täter ist. Darüber hat mich Helena Falke bis zum Schluss im Dunkeln tappen lassen, was mir gut gefallen hat. Für die Bezeichnung Thriller reicht die Spannung allerdings nicht aus, ich würde das Buch als spannenden Krimi bezeichnen, den man gut zwischendurch lesen kann.