Interessanter Ansatz!

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ananas Avatar

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Lis ist eine Privatköchin für eine sehr einflussreiche Familie.
Am Neujahr wird die komplette Familie grausam vergiftet und stirbt. Lis erwischt dabei eine kleinere Dosis des Gifts und wird deshalb erst in fünf Tagen sterben.
Da sie an diesem Tag die Köchin war, wird sie automatisch zur Hauptverdächtigen und darf so, kurz vor ihrem Tod, ihre Tochter nicht sehen.
Um den Verdacht von sich abzuwenden, versucht sie mit Hilfe ihrer Pflegerin herauszufinden, wer ihr Mörder ist.

Lis ist alleinerziehend und hat die Stelle als Privatköchin nur angenommen, um nah bei ihrer kleinen Tochter zu sein. Deshalb ist es extrem schwierig für sie zu akzeptieren, dass sie bald sterben wird und ihre Tochter allein lassen wird.
Trotz der herzzerreißenden Situation konnte ich mich leider nur sehr schlecht in die Protagonistin reinversetzten, da man kaum etwas über sie erfährt.
Sie ist durch ihre Vergiftung an das Krankenhausbett gebunden und versucht durch ihre Erinnerungen an die Familie, den Täter zu ermitteln. Somit hatte man als Leser mehr Bindung zu der Familie, als zu ihr selbst.
Allerdings konnten manche Situationen auch an mir nicht vorbeigehen und mein schwarzes Herz erweichen.

Die Handlung erinnert grob an „Not Quite Dead Yet“ - eine Frau, die nur noch ein paar Tage zum Leben hat, ermittelt im Fall ihres eigenen Todes. Allerdings ist diese Geschichte deutlich näher an der Realität dran. Man merkt den Verfall und die Ausweglosigkeit der Situation. Leider geht dadurch etwas von der Spannung verloren, da die Handlung buchstäblich an der Bettlägerigkeit ihre Dynamik verliert. Zwar versucht die Autorin, durch die Erinnerungen von Liz den Raum zu entfliehen, dies gelingt allerdings nur teilweise.
Das Ende und die Auflösung kamen für mich persönlich zu plötzlich und aus dem Nichts.
Ein paar Seiten mehr hätten den Buch an dieser Stelle gut getan.

Ein andere Variante von „Not Quite Dead Yet“, die ich persönlich deutlich gelungener empfinde, wenn auch nicht perfekt.

3,5/5