Mördersuche

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paulkretzschmar Avatar

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Als die milliardenreichen Harmans und ihre Kinder bei einem Silvesterfestmahl einem Giftanschlag zum Opfer fallen, überlebt vorerst nur die Spitzenköchin Liz, die einzige Zeugin. Aber ihr bleiben nur fünf Tage, um den Mord aufzuklären und ihre Tochter Cosima zu schützen.
Ein außergewöhnliches Setting, dessen Leseprobe bereits neugierig machte, versprach ein interessantes Leseerlebnis.
Der tagebuchartige Schreibstil, in dem die Uhrzeitangabe jedem Kapitel vorangestellt wird, und deren Verrinnen Liz dem Tod ständig näher bringt, ist ein geschickter Schachzug zur Spannungssteigerung.
Die Suche nach dem Täter ist kompliziert, da es, wie meist, eine Anzahl möglicher Verdächtiger gibt, und die Zeit unerbittlich drängt.
Leider lässt der Spannungsbogen zwischendrin ziemlich nach, da viele Nebensächlichkeiten in Bezug auf Kochkünste, Mode und das Leben der Superreichen einfließen, die die Handlung unnötig verlängern. Erst zum Ende zu offenbart sich immer deutlicher ein perfider Plan, der jedoch glücklicherweise in einem versöhnlichen Showdown endet.
Der herzzerreißende Abschied, der sterbenden Mutter von ihrer Tochter, ist hohe Schreibkunst und großes Kino.
Insgesamt habe ich mich gut unterhalten gefühlt und gebe gern eine Leseempfehlung.