Starker Anfang, mittleres Ende

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misspider Avatar

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Das Buch fängt sehr spannend an, verliert im Laufe des Geschehens aber an Fahrt. In 5 Tagen wird Lis sterben - vergiftet, und die Polizei hält sie noch dazu für die Täterin, die als Köchin ihre Arbeitgeber ermorden und dabei einen Fehler begangen hat. Um ihre Tochter noch einmal sehen zu dürfen, muss Lis der Polizei einen anderen Mörder präsentieren, und natürlich folgt sie dabei erst einmal einer falschen Fährte. Als sie sich dann darüber klar wird, wie die Zukunft ihrer Tochter aussehen soll, muss sie erneut handeln und diesmal tatsächlich alles daran setzen, den wahren Verbrecher zu enthüllen. Und das alles nur anhand ihrer Erinnerungen und mithilfe ihrer Krankenpflegerin, mit der sie ihre Theorien und Verdachtsmomente austauscht.
Im Großen und Ganzen hat mich die Idee schon fesseln können, und als Lis in ihre Vergangenheit zurückgeht und sich erinnert, wie das Machtgefüge innerhalb der Familie und auch zu einigen Freunden oder Feinden aussieht, ist das durchaus spannend. Allerdings war mir zuviel Belangloses und Oberflächliches drumherum gepackt - Designermarken, abgehobene Kocherei, die verwöhnte Tochter der Arbeitgeberfamilie mit ihren ewigen Marotten - das hat die Spannung immer wieder ausgebremst und vom eigentlichen Thema abgelenkt. Auch wenn hier die Welt der Reichen und deren mögliche Mordmotive dargestellt werden sollten, fand ich diese Beschreibungen eher langweilig.
Insgesamt ein unterhaltsamer Krimi, der mit seiner einfallsreichen Idee punkten konnte, aber die Ausstattung und das Setting waren einfach nicht mein Geschmack.