Toller, einfacher Thriller

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mitket_ Avatar

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Ich habe „Noch fünf Tage“ als Rezensionsexemplar bekommen und war ehrlich gesagt erst nicht sicher, was mich erwartet. Der Titel klang interessant, aber auch ein bisschen nach Drama – und genau das bekommt man dann auch, nur auf eine eher ruhige Art.

Was mir direkt aufgefallen ist: Das Buch liest sich ziemlich schnell weg. Der Schreibstil ist einfach und klar, ohne viel Schnörkel, was ich persönlich ganz angenehm fand. Man ist schnell in der Geschichte drin und bleibt auch dran, weil man wissen will, wie sich alles entwickelt.

Die Stimmung ist stellenweise ziemlich dicht, teilweise auch bedrückend, aber nicht so übertrieben dramatisch, dass es anstrengend wird. Eher so, dass man beim Lesen öfter mal innehält und denkt. Ich mochte, dass die Figuren nicht perfekt sind – die wirken eher wie echte Menschen mit Ecken und Kanten.

Manchmal hätte ich mir an ein paar Stellen ein bisschen mehr Tiefe gewünscht, gerade was die Hintergründe angeht. Da ging mir einiges fast ein bisschen zu schnell. Aber gleichzeitig passt das auch irgendwie zum Tempo der Geschichte.

Insgesamt würde ich sagen: kein leichtes „Nebenbei“-Buch, aber auch keins, das dich komplett runterzieht. Eher eins, das einen still begleitet und noch ein bisschen im Kopf bleibt, nachdem man es zugeklappt hat.