Nicht ganz rund

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kapitel60 Avatar

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Worum geht’s?
Nuno Nasenbär steckt seine Nase überall hinein. Seine lange Nase stört ihn nicht, bis er eines Tages in seinem Baumhaus darüber stolpert und alles zusammenkracht. Daraufhin macht er sich auf die Suche nach einem neuen Schlafplatz, doch seine Nase ist ihm dabei ständig im Weg und richtet überall Schaden an – zumindest glaubt Nuno das.

Cover, Schreibstil, Illustrationen
Das Cover und die Illustrationen sind wunderschön, kunterbunt und sehr detailliert. Es gibt viele Sprechblasen und Kästchen, in denen verschiedene Situationen dargestellt sind. Für mich wirkt das Buch dadurch etwas überladen. Die Sprechblasen müssen gesondert gelesen werden und passen nicht immer zum Text. Kurz gesagt: Beim ersten Lesen tut man sich etwas schwer, der Geschichte zu folgen. Auch bei den Szenen mit der Brille oder mit Karlas Bild ist nicht sofort klar, worum es geht bzw. was genau passiert ist.

Fazit
Optisch ist es ein schönes Buch, doch die Geschichte ist ausbaufähig. Insgesamt wirkt sie nicht ganz rund und hätte meiner Meinung nach mehr Potenzial. Nuno verliert durch ein Missgeschick sein Zuhause – diesem Umstand hätte man mehr Aufmerksamkeit schenken können. Ich rätsle noch immer, ob er bei Bruno nur zufällig vorbeigekommen ist oder ihn um Obdach bitten wollte. Bei Karla wollte er offenbar übernachten, aber bei den anderen Freunden war davon nicht einmal mehr die Rede. Schlussendlich löst sich die Geschichte sehr schnell auf. Nuno kann sich auf seine Freunde verlassen, doch trotz Happy End und schöner Botschaft bin ich von diesem Buch nicht ganz überzeugt.