Endlose Missverständnisse
Das hübsch gestaltete Cover stimmt mit seinen warmen Herbsttönen und Anspielungen auf Halloween gut auf die Geschichte ein und auch das Kleinstadt-Setting im amerikanischen Oakfell ist durchaus charmant geraten. Im Mittelpunkt stehen Cooper und Everlee, zwei Nachbarskinder, die zusammen aufgewachsen sind und erst beim Wegzug von Cooper an die Uni merken, dass da längst mehr als nur freundschaftliche Gefühle im Spiel sind. Leider versäumen es die beiden konsequent, offen miteinander zu sprechen, was schließlich zum Hauptproblem des gesamten Romans wird. Diese mangelnde Kommunikationsbereitschaft beschwört eine endlose Schleife aus unnötigen Missverständnissen herauf, wobei sich besonders Cooper drückt und nicht einmal klare Worte gegenüber seiner recht aufdringlichen aktuellen Freundin findet. Auch die spicy Szenen, die eigentlich emotionale Höhepunkte darstellen sollten, zünden nicht wirklich, da Everlees stellenweise extrem naive Art in diesen Momenten eher für unfreiwillige Komik sorgt. So bleibt am Ende zwar eine nette Kulisse, aber der Herbst in Oakfell konnte mich insgesamt bedauerlicherweise nicht bezaubern.