Ich wollte Oakfell am liebsten gar nicht mehr verlassen

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marli_04 Avatar

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Eigentlich verrückt, dass ein Buch mitten im Sommer solche Herbstgefühle auslösen kann. Schon nach den ersten Kapiteln hatte ich plötzlich Lust auf bunte Blätter, Apfelcider und gemütliche Abende. Die Atmosphäre hat mich wirklich komplett abgeholt. Oakfell fühlt sich so lebendig an, dass ich mir die Straßen und das Fest richtig gut vorstellen konnte.
Mindestens genauso gern habe ich Everlee begleitet. Sie wirkt auf mich wie jemand, der für die Menschen, die er liebt, alles geben würde und trotzdem manchmal vergisst, auf sich selbst zu achten. Cooper war für mich anfangs etwas schwieriger einzuschätzen, aber genau das hat mich neugierig gemacht. Durch die Rückblicke versteht man immer besser, was die beiden verbindet und warum ihre Geschichte so kompliziert geworden ist.
Dass Vergangenheit und Gegenwart ständig ineinandergreifen, fand ich richtig spannend. Immer wenn ich dachte, jetzt hätte ich alles verstanden, kam wieder eine Erinnerung dazu, die das Gesamtbild erweitert hat. Dadurch wollte ich unbedingt weiterlesen.
Ein echtes Highlight war für mich auch Everlees Familie. Die gemeinsamen Szenen wirken herzlich, chaotisch und unglaublich lebendig. Genau solche Nebenfiguren sorgen für mich dafür, dass sich eine Geschichte echt anfühlt und nicht nur aus der Liebesgeschichte besteht.
Das Cover passt perfekt zum Roman und gehört für mich zu den schönsten Herbstcovern, die ich in letzter Zeit gesehen habe. Zusammen mit der liebevollen Gestaltung macht es sofort Lust aufs Lesen.
Der Schreibstil ist locker, emotional und angenehm bildhaft. Ich konnte richtig in die Geschichte eintauchen und habe mich in Oakfell schnell zuhause gefühlt. An manchen Stellen hätte ich mir zwar gewünscht, dass Everlee und Cooper früher ehrlich miteinander sprechen, weil einige Missverständnisse dadurch länger bestehen bleiben als nötig. Trotzdem hat mich ihre Geschichte berührt und ich habe bis zum Schluss gerne mitgefiebert.
Als ich das Buch beendet hatte, war ich ehrlich ein bisschen traurig, Oakfell wieder verlassen zu müssen. Für mich war das genau die Art von Wohlfühlroman, die man am liebsten mit einer Decke und einer heißen Schokolade liest.