Reden hilft

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern Leerer Stern
athene1989 Avatar

Von

„Oakfell Autumn Nights – Pumpkin Pies & Promises“ von Mimi Heeger ist ein Herbstbuch, das im beschaulichen Ort von Oakfell spielt. Dort lebt Everlee Parker und ist überfordert, als ihr ehemaliger bester Freund Cooper nach vier Jahren Funkstille plötzlich wieder da ist. Sie sind zusammen aufgewachsen und beste Freunde geworden, doch empfindet sie mehr für ihn. Als er ging, hat er ihr das Herz gebrochen, doch nun könnte er es wieder zusammensetzen, wenn sie ihn lässt.
Das Buch fing wirklich gut an und ich war schnell drinnen. Die Autorin hat auch einen sehr schönen Schreibstil, was das Lesen angenehm machte. Aber leider konnte mich das Buch nicht mitnehmen, weil es immer die selben Zweifel und Gedanken waren. Coop ist gegangen und hat ihr Herz gebrochen, sie kann ihm nicht mehr vertrauen. Diese Gedanken gab es weitestgehend von ihr. Seine waren auch nicht vielseitiger, denn er hat vor allem angemerkt, dass Lee, wie er Everlee nennt, und ihre Familie ihm näher stehen, als seine Eltern, die so kühl sind, und dass er alles wieder geradebiegen will. Dabei treffen sich die beiden immer wieder, aber sie reden nicht wirklich miteinander. Zwischendurch werfen sie sich Sachen an den Kopf, das schon, aber sie reden nicht darüber, was damals wirklich passiert ist, wie sie sich gefühlt haben und alles. Das fand ich doch irgendwann sehr anstrengend. Die beiden waren teilweise so stur. Sie hat nur ihm die Schuld gegeben und er sich auch. Der Leser hat durch Kapitel aus der Vergangenheit nach und nach erfahren, wie die beiden sich angefreundet haben und was schließlich passiert ist. Diese fand ich auch am Besten. Es war schön, in die Vergangenheit zu reisen und ihre Freundschaft zu sehen. Ohne diese Kapitel wäre es sicherlich noch schwerer geworden. Die romantischen Gefühle kamen für mich nicht ganz rüber. Die Freunschaft ja, aber nicht mehr. Ich kann mir denken, dass es einfach an den Jahren lag, die die beiden sich so nahe waren, aber trotzdem. Da hätte ich mir mehr gewünscht. Am liebsten mochte ich Nathan, Everlees großen Bruder. Er war immer für seine Schwester da und hat, meiner Meinung nach, das Richtige gesagt und getan. Die gesamte Familie Parker war sehr chaotisch, aber das hatte einen gewissen Charme. Die Story selbst war sehr vorhersehbar, aber das war in Ordnung. Allgemein war das Buch okay und lies sich gut lesen, aber ein wirkliches Highlight war es nicht. Daher vergebe ich drei Sterne.