Regt zum gemeinsamen nachdenken an

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mishabarker Avatar

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Inhaltlich geht es um eine ungewöhnliche Situation, in der Menschen auf etwas Fremdes stoßen, das sie zunächst verunsichert. Statt vorschneller Lösungen oder dramatischer Wendungen entfaltet sich die Geschichte ruhig und nachvollziehbar. Ohne zu spoilern lässt sich sagen: Das zentrale Thema ist der Umgang mit dem Unbekannten und die Frage, was passiert, wenn man nicht übereinander, sondern miteinander spricht. Diese Botschaft wird sehr fein umgesetzt, ohne belehrend zu wirken. Der Schreibstil von ist knapp, klar und gut auf junge Zuhörer*innen abgestimmt. Die Sprache lässt Platz für Bilder, Pausen und Nachfragen, ideal für das gemeinsame Vorlesen. Besonders gelungen finde ich, dass die Figuren zwar reduziert gezeichnet sind, aber dennoch authentisch wirken. Vor allem die kindliche Perspektive überzeugt, weil sie ernst genommen wird und Handlungsspielraum bekommt. Für mich ist Obacht! ein interessantes Buch, weil es komplexe gesellschaftliche Fragen in eine kindgerechte, zugängliche Form übersetzt. Es eignet sich nicht nur für Familien, sondern auch für Kitas und Grundschulen als Gesprächsanlass über Angst, Neugier und Kommunikation.