Eigenwillig und messerscharf
Das Cover von Ochsenkopf ist schlicht, aber sehr wirkungsvoll: der dunkle Hintergrund, die großen roten Buchstaben und der frontal gezeigte Tierkopf wirken roh, direkt und beinahe trotzig. Es passt perfekt zu einer Geschichte, die sich offenbar nicht scheut, dorthin zu schauen, wo andere lieber wegsehen.
Die Leseprobe hat mich vor allem durch ihren ungewöhnlichen Ton gefesselt. Manik Sarkar erzählt präzise, trocken und mit einem sehr eigenen, schwarzen Humor vom jungen Rensing, der in der Welt der Metzgerei nicht nur aufwächst, sondern regelrecht in ihr aufgeht. Die Beschreibungen sind stellenweise drastisch, aber nie bloß reißerisch – eher entsteht daraus ein fast handwerklicher, eigentümlich konzentrierter Blick auf Fleisch, Arbeit, Tradition und Körperlichkeit.
Besonders spannend finde ich Rensing als Figur. Er besitzt ein außergewöhnliches Talent für sein Handwerk, aber schon früh wird deutlich, dass ihm der Umgang mit Menschen viel schwerer fällt als der mit Messern, Fleisch und klaren Abläufen. Dadurch entsteht eine tragikomische Spannung: Man spürt seine Leidenschaft und sein Können, ahnt aber gleichzeitig, dass gerade seine Sturheit und Weltfremdheit ihm zum Verhängnis werden könnten.
Ich würde das Buch gerne weiterlesen, weil die Leseprobe einen scharf beobachteten, bitterkomischen Roman verspricht – über Berufung, Einsamkeit, Veränderung und einen Menschen, der an der modernen Welt ebenso reibt wie an sich selbst
Die Leseprobe hat mich vor allem durch ihren ungewöhnlichen Ton gefesselt. Manik Sarkar erzählt präzise, trocken und mit einem sehr eigenen, schwarzen Humor vom jungen Rensing, der in der Welt der Metzgerei nicht nur aufwächst, sondern regelrecht in ihr aufgeht. Die Beschreibungen sind stellenweise drastisch, aber nie bloß reißerisch – eher entsteht daraus ein fast handwerklicher, eigentümlich konzentrierter Blick auf Fleisch, Arbeit, Tradition und Körperlichkeit.
Besonders spannend finde ich Rensing als Figur. Er besitzt ein außergewöhnliches Talent für sein Handwerk, aber schon früh wird deutlich, dass ihm der Umgang mit Menschen viel schwerer fällt als der mit Messern, Fleisch und klaren Abläufen. Dadurch entsteht eine tragikomische Spannung: Man spürt seine Leidenschaft und sein Können, ahnt aber gleichzeitig, dass gerade seine Sturheit und Weltfremdheit ihm zum Verhängnis werden könnten.
Ich würde das Buch gerne weiterlesen, weil die Leseprobe einen scharf beobachteten, bitterkomischen Roman verspricht – über Berufung, Einsamkeit, Veränderung und einen Menschen, der an der modernen Welt ebenso reibt wie an sich selbst