Stur, blutig, tragikomisch

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Das Cover mit dem Ochsenkopf von hinten ist ein echter Blickfang – schlicht, derb und irgendwie hypnotisierend. Genauso packend ist auch der Schreibstil: Manik Sarkar beschreibt die Schlachthof-Szenen in der Leseprobe so bildhaft und präzise, dass man die Kälte und den Geruch sofort im Kopf hat. Mittelpunkt der Story ist Rensing junior, ein faszinierender Charakter. Er ist ein absolutes Genie am Fleischermesser, aber menschlich eine totale Katastrophe. Die Anekdote, wie er als Kind Rinderaugen-Linsen auf seinem Geburtstag verschenkt, zeigt perfekt, wie isoliert und unfähig er im Umgang mit Mitmenschen ist. Ich erwarte hier ein richtig gutes, tragikomisches Drama über einen sturen Typen, der an sich selbst und der Moderne scheitert, während alle Welt im Supermarkt kauft. Ich will das Buch unbedingt weiterlesen, um zu sehen, wie sich dieser einsame Metzger in seiner eigenen Welt verrennt und sich gegen den Rest des Dorfes behauptet.