Außergewöhnlich ungewöhnlich und dadurch einfach großartig

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jessy1968 Avatar

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Als begeisterte Leserin von Büchern, die nicht der Norm entsprechen, haben mich hier sowohl das Cover als auch der Titel sofort angesprochen. Es hat ein paar Seiten gedauert, bis mich die Story wirklich gefesselt hat, aber dann musste ich das Buch in einem Rutsch durchlesen. Ochsenkopf macht richtig Lust, sich in der Geschichte zu verlieren – außergewöhnlich ungewöhnlich und gerade deshalb so gut.

Der Protagonist war mir als Sohn einer Metzgerfamilie, der auf Qualität statt Quantität und auf Tierwohl statt Tierquälerei setzt, sofort sympathisch. Dass er mit seinen Ideen an der Gesellschaft scheitert und sich dennoch seine Träume und Überzeugungen nicht nehmen lässt, bringt der Autor sehr authentisch rüber. Ja, in der Tat könnte es sich genau so abgespielt haben.

Die Geschichte ist insgesamt sehr flüssig zu lesen und eignet sich für alle, die Lust haben, sich einmal in ein anderes Genre zu wagen. Vielleicht ist es nicht unbedingt etwas für überzeugte Vegetarier – wobei ich mich da auch täuschen könnte. Die Beschreibungen sind sehr detailliert, und ich entdecke viele Parallelen zu den Landwirten in meiner Umgebung. Beide Seiten werden nachvollziehbar dargestellt, und ich konnte Rensings Leidenschaft sehr gut nachempfinden. Alles wirkt realistisch – bis auf das herausragende, einfach geniale Ende. Respekt für so einen starken Twist.

Ein gesellschaftsfähiger Roman, der zeigt, dass nicht alles ein Happy End braucht, um zu begeistern. Solche Bücher machen Spaß, und ich freue mich schon auf weitere Werke von Manik Sarkar.