Brutal, eigenwillig und gesellschaftskritisch
Ochsenkopf von Manik Sarkar ist kein leichtes Buch. Schon der Einstieg ist ziemlich heftig und macht schnell klar, dass hier keine gemütliche Dorfgeschichte erzählt wird. Im Mittelpunkt steht Rensing, der bereits als Kind viel Zeit in der Metzgerei seiner Familie verbringt. Für ihn ist der Weg zum Fleischer praktisch vorgezeichnet, denn er besitzt von klein auf ein besonderes Gespür für gutes Fleisch und das Handwerk dahinter.
Während sein Vater vor allem darauf bedacht ist, dass der Betrieb läuft, entwickelt Rensing einen beinahe fanatischen Anspruch an seine Arbeit. Er betrachtet die Welt über Gerüche, Abläufe, Schnitte und Materialien. Das war für mich der interessanteste Aspekt des Buches.
Der Anfang zog sich etwas in die Länge. Rensing ist keine Figur, die sofort fesselt, und die ausführlichen Beschreibungen des Schlachtens und Metzgerhandwerks waren für mich als Vegetarier nicht lesbar. Interessant wurde es für mich erst, als sich zeigte, wie sehr der gesellschaftliche Wandel seinen Alltag beeinflusst. Immer mehr Dorfbewohner kaufen im Supermarkt, und sein Kampf gegen diese Entwicklung nahm zunehmend verzweifelte Züge an.
Trotz einiger Längen ist Ochsenkopf ein besonderes Buch, mit einer sehr speziellen Perspektive. Der Roman regt zum Nachdenken über Fleischkonsum, Massentierhaltung und den Verlust traditioneller Handwerksbetriebe an. Gleichzeitig ist er auch ein Spiegel unserer Gesellschaft und hinterlässt am Ende bewusst kein gutes Gefühl.
Während sein Vater vor allem darauf bedacht ist, dass der Betrieb läuft, entwickelt Rensing einen beinahe fanatischen Anspruch an seine Arbeit. Er betrachtet die Welt über Gerüche, Abläufe, Schnitte und Materialien. Das war für mich der interessanteste Aspekt des Buches.
Der Anfang zog sich etwas in die Länge. Rensing ist keine Figur, die sofort fesselt, und die ausführlichen Beschreibungen des Schlachtens und Metzgerhandwerks waren für mich als Vegetarier nicht lesbar. Interessant wurde es für mich erst, als sich zeigte, wie sehr der gesellschaftliche Wandel seinen Alltag beeinflusst. Immer mehr Dorfbewohner kaufen im Supermarkt, und sein Kampf gegen diese Entwicklung nahm zunehmend verzweifelte Züge an.
Trotz einiger Längen ist Ochsenkopf ein besonderes Buch, mit einer sehr speziellen Perspektive. Der Roman regt zum Nachdenken über Fleischkonsum, Massentierhaltung und den Verlust traditioneller Handwerksbetriebe an. Gleichzeitig ist er auch ein Spiegel unserer Gesellschaft und hinterlässt am Ende bewusst kein gutes Gefühl.