Düster und fesselnd
"Ochsenkopf" von Manik Sarkar ist ein kurzer Roman mit weniger als 200 Seiten, der zwar einerseits abstoßend wirkt, andererseits den Lesenden aber ganz in seinen Bann zieht. In kurzen, prägnanten Kapiteln schildert Sarkar das Leben des einerseits genialen Metzgers Rensing, der aber andererseits ein Soziopath und Eigenbrödler ist.
Schon der Titel ist in seiner Doppeldeutigkeit sehr treffend gewählt, auch das Cover finde ich sehr passend. Rensing ist ein Ochsenkopf, ein Dickkopf, der eigentlich nur das Schlachten mag, die Menschen geben ihm aber nichts. Doch es gehört mehr als nur die Arbeit am Tier zu einem guten Metzgerbetrieb.
Rensings Frau schildert die Sichtweise ihres Mannes sehr treffend, wenn sie sagt: "Es gibt nur das Du und das Nicht-Du." Rensing hat keinen Zugang zu den Menschen um ihn herum. Und so geht sein Betrieb trotz einiger Innovationen letztendlich den Bach hinunter...
Richtig abstoßend, aber dennoch sehr fesseln beschrieben, wird die Handlung im letzten Viertel des Romans, als Rensing, dem mittlerweile alles egal ist, so einige Tiere schlachtet und besondere Kreationen erstellt. Der Schluss ist dann schon etwas absehbar, aber nicht auf diese Art. Das war dann noch einmal überraschend und erschütternd.
Alles in allem ist "Ochsenkopf" eine sehr düstere Geschichte in der unentrinnbaren Enge eines Dorfes. Schriftstellerisch ist der Roman ein Meisterwerk, das auch in der Kürze von unter 200 Seiten sehr eindringlich berichtet. Der Roman wird mir noch lange im Kopf bleiben und hat damit natürlich die volle Sternzahl verdient.
Schon der Titel ist in seiner Doppeldeutigkeit sehr treffend gewählt, auch das Cover finde ich sehr passend. Rensing ist ein Ochsenkopf, ein Dickkopf, der eigentlich nur das Schlachten mag, die Menschen geben ihm aber nichts. Doch es gehört mehr als nur die Arbeit am Tier zu einem guten Metzgerbetrieb.
Rensings Frau schildert die Sichtweise ihres Mannes sehr treffend, wenn sie sagt: "Es gibt nur das Du und das Nicht-Du." Rensing hat keinen Zugang zu den Menschen um ihn herum. Und so geht sein Betrieb trotz einiger Innovationen letztendlich den Bach hinunter...
Richtig abstoßend, aber dennoch sehr fesseln beschrieben, wird die Handlung im letzten Viertel des Romans, als Rensing, dem mittlerweile alles egal ist, so einige Tiere schlachtet und besondere Kreationen erstellt. Der Schluss ist dann schon etwas absehbar, aber nicht auf diese Art. Das war dann noch einmal überraschend und erschütternd.
Alles in allem ist "Ochsenkopf" eine sehr düstere Geschichte in der unentrinnbaren Enge eines Dorfes. Schriftstellerisch ist der Roman ein Meisterwerk, das auch in der Kürze von unter 200 Seiten sehr eindringlich berichtet. Der Roman wird mir noch lange im Kopf bleiben und hat damit natürlich die volle Sternzahl verdient.