Ehrgeiz und Scheitern

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Ochsenkopf von Manik Sarkar hat mich vor allem durch seine ungewöhnliche und zugleich sehr menschliche Grundidee angesprochen. Schon das Cover wirkt passend zum Titel und vermittelt eine eher rau wirkende, bodenständige Atmosphäre. Die Geschichte dreht sich um einen leidenschaftlichen Metzger, der versucht, seine Arbeit perfekt zu machen und dabei immer stärker gegen gesellschaftliche Veränderungen und den Verlust seiner Kundschaft ankämpft.
Der Schreibstil ist direkt, klar und trotzdem überraschend fein beobachtet. Besonders gelungen ist die Mischung aus Tragik und Humor, die dem Roman eine besondere Note gibt. Die Hauptfigur wirkt sehr authentisch, weil sie konsequent, stur und gleichzeitig verletzlich ist. Gerade dieses Scheitern macht sie interessant und nachvollziehbar.
Für mich ist Ochsenkopf besonders spannend, weil der Roman zeigt, wie sehr persönliche Leidenschaft an Grenzen stoßen kann, wenn sich die Welt um einen herum verändert. Insgesamt empfehle ich das Buch Leser*innen, die tragikomische Geschichten mit gesellschaftlichem Hintergrund und starken, eigenwilligen Figuren mögen. Ein kurzer, aber eindringlicher Roman, der im Kopf bleibt.