Fleicheslust
Welchen Stellenwert hat Handwerk bzw. welchen Preis ist man Wert zu zahlen? Ein Familienbetrieb wird an das Kind übergeben. Von klein an steht er im Schlachthaus & schaut der Fertigung der Fleischprodukte zu. Qualität hat seinen Preis & das sind die Menschen (nicht) bereit zu zahlen. Alternativen müssen her. Modernisierungen oder unkonventionelle Ideen. Was macht es mit einem wenn Billigfleisch in der Metzgerei angeboten wird?
Schlüsselfigur ist seine Frau. Sie hat die Fäden in der Hand & übernimmt das Regiment. Sie drängt ihn neue Ideen zu liefern, sie bringt die Aufträge an Land, wo er über seine Ehre gehen muss. Einverstanden damit ist er nicht, welche Wahl hat er denn? Machen oder schließen? Ist er ein Gewinner oder Verlierer?
„Ochsenkopf“ ist ein brisanter, in der heutigen Zeit verfasster Roman. Er beleuchtet, welche Probleme Familienbetriebe haben, in welcher Konkurrenz sie zu Supermärkten stehen die mit qualitativ schlechterem Fleisch hantieren & was zählt Handwerk heute noch. Gerade in Zeiten von Fachkräftemangel, wo es schwierig ist neue Interessenten anzulocken & das Handwerk weiterzugeben, stirbt es langsam aus. Ursachenforschung wird nicht direkt betrieben, nur 1x wird Vegetarier genannt, ansonsten im ganzen Roman nicht. Für mich wichtig ist: es ist keine Hommage an Fleischessen oder Fleischesser zu verurteilen, das ist nicht der Kern & es findet keine Verachtung gegenüber Vegetarier statt. Der Hauptprotagonist ist & bleibt einsam, er ist ein Außenseiter. Er kann tut mir leid. Das Cover zeigt einen starken Ochsen & spiegelt das Buch wieder. Es ist eine absolute Leseempfehlung. Ein ungewöhnlicher Text kompakt & mitfühlend. Tolle Übersetzung & ich sage zum Metzger Fleischer.
Schlüsselfigur ist seine Frau. Sie hat die Fäden in der Hand & übernimmt das Regiment. Sie drängt ihn neue Ideen zu liefern, sie bringt die Aufträge an Land, wo er über seine Ehre gehen muss. Einverstanden damit ist er nicht, welche Wahl hat er denn? Machen oder schließen? Ist er ein Gewinner oder Verlierer?
„Ochsenkopf“ ist ein brisanter, in der heutigen Zeit verfasster Roman. Er beleuchtet, welche Probleme Familienbetriebe haben, in welcher Konkurrenz sie zu Supermärkten stehen die mit qualitativ schlechterem Fleisch hantieren & was zählt Handwerk heute noch. Gerade in Zeiten von Fachkräftemangel, wo es schwierig ist neue Interessenten anzulocken & das Handwerk weiterzugeben, stirbt es langsam aus. Ursachenforschung wird nicht direkt betrieben, nur 1x wird Vegetarier genannt, ansonsten im ganzen Roman nicht. Für mich wichtig ist: es ist keine Hommage an Fleischessen oder Fleischesser zu verurteilen, das ist nicht der Kern & es findet keine Verachtung gegenüber Vegetarier statt. Der Hauptprotagonist ist & bleibt einsam, er ist ein Außenseiter. Er kann tut mir leid. Das Cover zeigt einen starken Ochsen & spiegelt das Buch wieder. Es ist eine absolute Leseempfehlung. Ein ungewöhnlicher Text kompakt & mitfühlend. Tolle Übersetzung & ich sage zum Metzger Fleischer.