Fleischliche Tragödie

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ada2011 Avatar

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Schon nach der Leseprobe stand fest, dass ich Ochsenkopf lesen werde und das habe ich nun auch getan. Ab der ersten Seite hat mich die Geschichte um Rensing junior gefesselt. Er ist der tragische Held der Geschichte.
Ich mochte ihn gern. Seine Vorstellung vom Fleischerhandwerk, nur sehr gutes Fleisch von gut gehaltenen und natürlich aufgewachsenen, nicht verschlissenen Tieren zu verarbeiten, trifft absolut auf mein Verständnis.
Und doch zwingt ihn die Supermarktbilligphilosophie dann in die Knie und er muss an Altenheime extrem billig verkaufen und letztendlich dafür mehr oder weniger kranke und kaputte Tiere erwerben. Das macht ihn kaputt. Und auch das kann ich sehr gut verstehen. Ich hätte gern bei ihm eingekauft. Ich mag die Art, mit der er die Tiere betrachtet, fast mit Liebe.
Rein menschlich und sozial ist er nicht unbedingt der Star am Verkäuferhimmel, obwohl er in Bezug auf eine ehemalige Klassenkameradin durchaus hilfsbereit ist.
Ich weiß nicht, wem ich dieses Buch empfehlen würde, Menschen, die gern qualitativ hochwertig essen und mental nicht so zart besaitet ist.
Ich fand es megastark, genau richtig lang bzw. kurz und spannend.