Handwerk und Konsumgesellschaft im unausgewogenen Wandel – zum Nachdenken!
Die tragische Lebensgeschichte der Hauptperson Rensing, dem Sohn eines Metzgers mit besonderer Hingabe zum qualitativ geschmackvollen Fleischprodukt, wird bis zum abrupten, bitteren Ende erzählt. Im Wandel der wirtschaftlichen Zeiten mit Konkurrenz durch Supermärkte, dann durch Lebensmittelketten verliert dieses Einzelhandelsgeschäft mit hochwertigen Fleischprodukten zunehmend die bisher treue Kundschaft bei zunehmendem Druck durch unakzeptable Dumpingpreise. Seine idealen Träume rund um die Qualität des Fleisches, seine Sturheit und Starrheit lassen ihn mehr und mehr verschulden und vereinsamen. Seine Frau hat eindeutig ein realistischeres Gespür für Dorfbewohner und Geschäftsführung. Mit ihrem Weggang verschärft sich Rensings Scheitern im Kampf gegen zu viele wirtschaftliche, zu schnelle Veränderungen ringsum. Diese Gesellschaftskritik umfasst den Wandel beim Handwerksberuf des Metzgers, bei der Qualität von Tierhaltung, aber auch beim Konsumverhalten der ignoranten Bevölkerung beim Kauf von guten Fleischprodukten.
Ohne erhobenen Zeigefinger weist der klare Schreibstil auf Rensings charakterliche Defizite und Stärken hin im Vergleich zu Ehefrau und Dorfbewohnern.
Den rechtzeitigen Wandel der Zeiten zu erkennen, um gewerblich überleben zu können, mag die Botschaft sein. Will man seinen hohen beruflichen Ansprüchen jedoch treu bleiben, verbleiben hier keine positiven Lösungen. Hart! Makaber! Schockierend! Aufrüttelnd!
Ohne erhobenen Zeigefinger weist der klare Schreibstil auf Rensings charakterliche Defizite und Stärken hin im Vergleich zu Ehefrau und Dorfbewohnern.
Den rechtzeitigen Wandel der Zeiten zu erkennen, um gewerblich überleben zu können, mag die Botschaft sein. Will man seinen hohen beruflichen Ansprüchen jedoch treu bleiben, verbleiben hier keine positiven Lösungen. Hart! Makaber! Schockierend! Aufrüttelnd!