Idealismus und Wahn eines Metzgers und ein Spiegel unserer Gesellschaft
Wenn Perfektion, Präzision und Idealismus zum Wahn und Hindernis im Leben wird und sogar am Leben hindert, dann läuft gewaltig etwas schief, nicht? Davon kann Rensing ein Lied singen. Der junge Mann ist ein Meister in seinem Beruf als Metzger, nur mit Menschen kann er nicht wirklich gut umgehen. Seinem Vater bereitet das nicht enden wollende Sorgen, da Rensing das bestehende Metzgergeschäft eines Tages führen soll. Doch wie soll das Ganze funktionieren, wenn sein Sohn keinerlei Gefühl für Kundschaft und dessen Wünsche hat? Obendrein wird im Ort ein neuer Supermarkt aufgemacht, der die Kunden billiger mit allem versorgen kann, was der hungrige Magen so braucht.
Als Jacomine in Rensings Leben tritt, scheint ein Schimmer der Hoffnung für den Metzgerladen irgendwo im Dunkeln sachte zu glimmen. Jacomine hat mehr Geschäftsverstand, im Gegensatz zu ihrem Mann, und kann neue Geschäftsideen auch sinnvoll umzusetzen, um die Kassen wieder zu füllen.
Trotz Jacomines Bemühungen kommt Rensing nicht aus seinem engstirnigen Perfektionismuswahn raus. Er verachtet seine Kunden und die Menschen wohl im Allgemeinen, denn diese haben keinerlei Sinn für gute Ware. Dabei liefert er, ja, er, Rensing, der Metzergermeister, das beste Fleisch, nur das Allerfeinste für den Tisch!
Am Ende gibt es keinen Ausweg für Rensing als alles dichtzumachen. Es hat keinen Sinn seine bahnbrechenden Ideen, sein exzellentes Können, seine Ideale an den Kunden ranzutragen, denn diese schmecken den Unterschied zwischen hochwertigem und billigem Fleisch sowieso nicht!
Ein großartiger Roman, der einen klitzekleinen Blick über die Schulter eines Metzgers gewährt und nicht zuletzt einmal mehr über den Massenfleischkonsum aufstoßen lässt. An dieser Stelle eine kleine Triggerwarnung: Angenehm endet das Buch nicht! Es wird unangenehm und blutig sein.
Hätte ich mehr von unausgesprochenen Gedanken und Gefühlen Rensings gewünscht? Ja. Hätte ich mehr über seine Frau Jacomine erfahren, die eine Zweitrolle im Roman spielt? Ja.
Aber auch ohne meine Leser-Wünsche ist der Roman nicht nur erschütternd, er ist auf eine Art auch ein Spiegel unserer Gesellschaft und hinterlässt ein unschönes Befinden. Ein Roman, der den Leser noch einige Zeit begleiten wird.
Als Jacomine in Rensings Leben tritt, scheint ein Schimmer der Hoffnung für den Metzgerladen irgendwo im Dunkeln sachte zu glimmen. Jacomine hat mehr Geschäftsverstand, im Gegensatz zu ihrem Mann, und kann neue Geschäftsideen auch sinnvoll umzusetzen, um die Kassen wieder zu füllen.
Trotz Jacomines Bemühungen kommt Rensing nicht aus seinem engstirnigen Perfektionismuswahn raus. Er verachtet seine Kunden und die Menschen wohl im Allgemeinen, denn diese haben keinerlei Sinn für gute Ware. Dabei liefert er, ja, er, Rensing, der Metzergermeister, das beste Fleisch, nur das Allerfeinste für den Tisch!
Am Ende gibt es keinen Ausweg für Rensing als alles dichtzumachen. Es hat keinen Sinn seine bahnbrechenden Ideen, sein exzellentes Können, seine Ideale an den Kunden ranzutragen, denn diese schmecken den Unterschied zwischen hochwertigem und billigem Fleisch sowieso nicht!
Ein großartiger Roman, der einen klitzekleinen Blick über die Schulter eines Metzgers gewährt und nicht zuletzt einmal mehr über den Massenfleischkonsum aufstoßen lässt. An dieser Stelle eine kleine Triggerwarnung: Angenehm endet das Buch nicht! Es wird unangenehm und blutig sein.
Hätte ich mehr von unausgesprochenen Gedanken und Gefühlen Rensings gewünscht? Ja. Hätte ich mehr über seine Frau Jacomine erfahren, die eine Zweitrolle im Roman spielt? Ja.
Aber auch ohne meine Leser-Wünsche ist der Roman nicht nur erschütternd, er ist auf eine Art auch ein Spiegel unserer Gesellschaft und hinterlässt ein unschönes Befinden. Ein Roman, der den Leser noch einige Zeit begleiten wird.