Leidenschaftlich, aber stur
Seltsam – zuerst fiel mir eine gewisse Ähnlichkeit zwischen dem Rinderkopf auf dem Cover und der Stirn auf dem Autorenfoto auf. Und dann habe ich mit Vergnügen den Roman über einen recht sturen, aber sehr begabten Metzger gelesen. Begabt ja, für das Fleisch und seine Be- und Verarbeitung, aber der zwischenmenschliche Bereich fällt dem jungen Rensing halt verflixt schwer. Zwar hat er mit seiner Frau Jacomine eine kluge Person an seiner Seite, aber das anzuerkennen, fällt ihm nicht leicht. Doch es gibt ein gewisses Tun, die ihm die Kraft für die richtigen Entscheidungen gibt. Wenigstens im Fall Jacomine.
Ich habe mich beim Lesen öfters köstlich amüsiert. Der unaufgeregte, ruhige Stil hat mich davongetragen, die Bilder sind stark und eindrücklich, die Charaktere eingängig gestaltet. Zudem interessieren mich Menschen am Rand der sogenannten „Normalität“ ohnehin viel mehr als alle anderen. Rensings Kampf gegen den Supermarkt bzw. seinen abgewanderten Kundenstock nimmt groteske Ausmaße an. Die Vernunft ist zwar bei seiner Frau durchaus beheimatet, doch es fällt ihrem Gatten schwer, das anzuerkennen. Einerseits der ruhig fließende Erzählton, andrerseits das viele Neue, das den Metzger zum Umdenken zwingen will, ihm immer mehr zusetzt und ihm innere Stürme beschert.
Von mir aus hätte auf die junge, praktisch veranlagte Metzgerstochter und nun Ehefrau Jacomine und auf eine andere Außenseiterin, Jans, mehr eingegangen werden können.
„Sturkopf“ ist lustig und traurig zugleich, weil ein so hingebungsvoller, begabter Mensch immer wieder scheitert. Auf jeden Fall ein ungewöhnliches Thema, kurzweilig und lesenswert, mit Blick auf die Einzelheiten, gestaltet. Der Einblick in das Metzgerhandwerk und wie ein Handel dabei vonstattengehen kann, hat mein bescheidenes Hausfrauenwissen überdies erweitert.
Von diesem Autor möchte ich mehr lesen. Gern empfehle ich den Roman weiter.
Ich habe mich beim Lesen öfters köstlich amüsiert. Der unaufgeregte, ruhige Stil hat mich davongetragen, die Bilder sind stark und eindrücklich, die Charaktere eingängig gestaltet. Zudem interessieren mich Menschen am Rand der sogenannten „Normalität“ ohnehin viel mehr als alle anderen. Rensings Kampf gegen den Supermarkt bzw. seinen abgewanderten Kundenstock nimmt groteske Ausmaße an. Die Vernunft ist zwar bei seiner Frau durchaus beheimatet, doch es fällt ihrem Gatten schwer, das anzuerkennen. Einerseits der ruhig fließende Erzählton, andrerseits das viele Neue, das den Metzger zum Umdenken zwingen will, ihm immer mehr zusetzt und ihm innere Stürme beschert.
Von mir aus hätte auf die junge, praktisch veranlagte Metzgerstochter und nun Ehefrau Jacomine und auf eine andere Außenseiterin, Jans, mehr eingegangen werden können.
„Sturkopf“ ist lustig und traurig zugleich, weil ein so hingebungsvoller, begabter Mensch immer wieder scheitert. Auf jeden Fall ein ungewöhnliches Thema, kurzweilig und lesenswert, mit Blick auf die Einzelheiten, gestaltet. Der Einblick in das Metzgerhandwerk und wie ein Handel dabei vonstattengehen kann, hat mein bescheidenes Hausfrauenwissen überdies erweitert.
Von diesem Autor möchte ich mehr lesen. Gern empfehle ich den Roman weiter.