Liebe zum Handwerk

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filondor Avatar

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Thema und Cover verraten es schon: in diesem Roman erfolgt das Porträt eines Mannes mit eigenem Kopf. Schon als Kind gibt es für Rensing nichts schöneres als seinem Vater in der Metzgerei zu helfen.
Aber was passiert, wenn Leidenschaft und Zeitgeist auseinanderfallen? Die Metzgerei erhält Konkurrenz durch einen Supermarkt, die Menschen wollen billiges Fleisch. Ist es besser, den eigenen Werten treu zu bleiben, oder sich der Nachfrage zu widmen?
Mit einer nüchternen Sprache wird der Lebensweg eines eigensinnigen Charakters verfolgt, der trotz seines Fleißes und Talents aneckt. Dabei entsteht eine Kapitalismuskritik in der kleinsten Einheit, nämlich der eines Menschen.
Für mich hatte die Idee viel Potential, in der Umsetzung hat mir der Roman jedoch nicht sehr zugesagt. Mir ist es schwer gefallen, mich in den Protagonisten hineinzuversetzen und mit ihm mitzufühlen.
Daher würde ich das Buch allen empfehlen, die sich für handwerkliche Tätigkeiten mehr interessieren als für eine charakterliche Entwicklung.