Nichts für Vegetarier
Als ich anfing, das Buch zu lesen, wusste ich tatsächlich nicht, was mich erwartet. Tatsächlich wird auf den ersten Seiten die Tötung und das Zerlegen eines Tieres beschrieben. Und obwohl ich überlegt hatte, auf Grund dessen, das Buch wieder zuzuklappen, habe ich weiter gelesen.
Rensing sieht sich als Künstler und Kenner in seinem Fach - was er vermutlich auch ist. Ihm geht Qualität über alles. Nach dem Tod seines Vaters übernimmt er die Schlachterei und heiratet Jacomine. Er hat hochfliegende Pläne, die er mit einem Kredit verwirklicht und teure Anschaffungen vornimmt. Allerdings hat er die Rechnung ohne die Kunden gemacht, die sich nicht an die Neuerungen gewöhnen können oder wollen. Seine Frau übernimmt eines Tages das Ruder, um den Betrieb vor dem Ruin zu bewahren.
Ein interessanter Roman, der die Leserschaft nachdenklich zurücklässt. Spätestens beim nächsten Einkauf an der Fleischtheke im Supermarkt wird man sich an das Gelesene erinnern. Und vielleicht überlegt man dann, doch mal wieder bei einem Fleischerfachgeschäft einzukaufen.
Ich habe es nicht bereut, den Roman bis zum Ende gelesen zu haben.